LONDON

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LondonLondon ist kein Ort, der leicht zu greifen ist. Das beginnt mit der Frage, wo die Stadt anfängt und wo sie aufhört und endet bei der Diskussion, welcher Club im Londoner Osten denn gerade der hippste ist. Da tut es gut, sich auf ein paar Konstanten verlassen zu können.

Wolkenkratzer auf der Isle of Dogs. (Foto: Sören Peters)

Wolkenkratzer auf der Isle of Dogs. Rund 30.000 Arbeitsplätze sind hier entstanden, vorwiegend in der Finanzbranche. (Foto: Sören Peters)

Wirtschaft und Handel beispielsweise spielen seit 2.000 Jahren die wohl wichtigste Rolle. Mitten in der City, der bis heute mit Sonderrechten ausgestatteten Keimzelle Londons, wachsen neben 500 Jahre alten Markthallen futuristische Bürotürme in den Himmel. Mehr als 500.000 Frauen und Männer schuften in der Banken-, Versicherungs- und Immobilienbranche.  Seit dem großen Crash von 2008 stemmt London fast die Häfte des britischen Wachstums! Neben der City haben sich die Docklands, insbesondere das Mini-Manhattan auf der Isle of Dogs, als Finanzplatz etabliert. Wo früher 30.000 Dock-Arbeiter säckeweise Tee und Kaffee verladen haben, bewegen nun dreimal so viele Banker Milliardenbeträge von A nach B.

Der Tower 42 (links) und The Gherkin (rechts) waren lange die einzigen Wolkenkratzer in der City of London, inzwischen werden sie von den noch im Bau befindlichen "Käsereibe" (Mitte hinten) und "Walkie Talkie" (Mitte vorne) in den Schatten gestellt. (Foto: Sören Peters)

City of London bei Nacht. (Foto: Sören Peters)

Stetiger Wandel Ja, der Wandel ist tatsächlich ein Konstante. Ob in der Architektur oder in der Bevölkerung. Die Stadt ist gerade (wieder einmal) dabei, sich neu zu erfinden. Nachdem London über Jahrhunderte kontinuierlich in die Breite gewachsen ist, entdeckt man nun die Vertikale. Alte Industrieviertel, vorwiegend im Osten der Stadt, erinnern an die Zeit des hausgemachten Nebels. Auch die Battersea Power Station ist so ein Relikt aus der Zeit – heute baut dort ein Konsortium aus Malaysia Luxuswohnungen. Mitten aus diesem Betonteppich wachsen nun aber gläserne Stecknadeln in den Himmel – etwa The Shard, das höchste Gebäude Westeuropas (übrigens im Besitz des Staatsfonds von Katar). Gegenüber, am Nordufer der Themse, läuten neben dem Gherkin die Käsereibe und das Walkie Talkie die neue Zeit ein. Dieser stetige Wandel bedingt aber auch das Aufeinanderprallen von Tradition und Moderne.

Die Londoner Leihräder, umgangssprachlich auch "Boris Bikes" genannt. Hier eine Dockingstation an der Brick Lane. (Foto: Sören Peters)

Die Londoner Leihräder, umgangssprachlich auch „Boris Bikes“ genannt. Hier eine Dockingstation an der Brick Lane. (Foto: Sören Peters)

Verkehr Die Straßen sind notorisch verstopft, daran ändern auch die City-Maut und horrende Parkgebühren nichts. Kein Wunder also, dass immer mehr Londoner (und Besucher) auf das Fahrrad umsteigen. An 315 Verleihstation stehen mehr als 5.000 Mieträder, die so genannten „Boris Bikes“, bereit. Und damit niemand mehr sein Testament machen muss, bevor er aufs Fahrrad steigt, werden momentan ein Dutzend „Superhighways“ für Drahtesel-Cowboys. Auch die U-Bahn macht sich auf den Weg ins 21. Jahrhundert. Ebenfalls ab 2015 soll sukzessive ein Nacht-Netz eingeführt werden. Ausgewählte Linien verkehren Freitag- und Samstagnacht dann ununterbrochen. (Update: Ende August wurde die Einführung erst einmal verschoben)

The Shard ist Londons weithin sichtbare "Landmark". Hier der Blick über die Themse und Butlers Wharf hinweg auf den 310 Meter hohen Wolkenkratzer. (Foto: spe)

The Shard ist Londons weithin sichtbare Landmarke. (Foto: Sören Peters)

Wir dürfen also gespannt sein, wie sich London in den kommenden Jahren weiter entwickeln wird. Täglich fließt neues Geld die Themse hinauf – ein Großteil davon von der Arabischen Halbinsel, aus Russland und aus Asien. Täglich strömen weitere Menschen in ihre neue Heimat – aus allen Ecken der Erde. Die Stadt verschlöingt Woche für Woche 1.000 neue Einwohner. Täglich werden neue Ideen geboren, die diese Stadt verändern. Täglich verteidigt diese faszinierende Stadt einen Teil ihrer 2000 Jahre alten Seele.

Was gerade in der Stadt los ist, darüber berichtet täglich der Evening Standard! Was szenemäßig abgeht oder was gerade Stadtgespräch ist, wissen die Autoren von Now. Here. This., dem Blog des Magazins „Time Out“.

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Sinnbild für den Clash von Tradition und Moderne: Links der Leadenhall Market. Gleich auf der anderen Straßenseite The Gherkin. (Fotos: Sören Peters)

Sinnbild für den Clash von Tradition und Moderne: Links der Leadenhall Market. Gleich auf der anderen Straßenseite The Gherkin. (Fotos: Sören Peters)

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