LISSABON

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LissabonDie portugiesische Hauptstadt ist so etwas wie Stiflers Mum aus dem Kultfilm „American Pie“. Etwas in die Jahre gekommen, hier und da könnte ein Lifting helfen, aber dennoch attraktiv. Kurzum: Die MILF der iberischen Halbinsel – und gleichzeitig die hippste Stadt Europas!

Rua da Conceição in Lissabon. (Foto: Sören Peters)

Rua da Conceição in Lissabon. (Foto: Sören Peters)

Nehmen wir zum Beispiel die Straßenbahn: Zuverlässig rumpeln die alten Züge der Linie 28 durch die Gassen. Wenn es mal nicht weitergeht, weil ein Auto auf den Gleisen parkt, bleiben die Fahrgäste gelassen und unterhalten sich unaufgeregt weiter. Wer es eilig hat nimmt ohnehin die U-Bahn. Oder die Fassaden mancher Häuser: Einige Gebäude sehen aus, als hätten sie den letzten Anstrich kurz nach dem Großbrand im Altstadtviertel Chiado erlebt, das war 1988. Fast schon zeitlos wirken dagegen die mit Azulejo-Fliesen kunstvoll gekachelten Fassaden.

Rua Augusta. (Foto: Sören Peters)

Rua Augusta. (Foto: Sören Peters)

Doch genau darin liegt auch die Attraktivität der Stadt. Lissabon entschleunigt, ist längst nicht so hektisch wie andere Hauptstädte. Als Kehrseite hat die morbide Bausubstanz allerdings dafür gesorgt, das viele Lisboetas ins Umland gezogen sind. Beheimatete das Stadtgebiet 1980 noch rund 800.000 Menschen, so waren es 2012 fast 300.000 weniger.

Elevador de Santa Justa. (Foto: Sören Peters)

Elevador de Santa Justa. (Foto: Sören Peters)

Die Altstadt lässt sich problemlos zu Fuß erkunden. Hauptstraße ist die Rua Augusta, an deren Ende der Triumphbogen den Weg zur Praça do Comércio öffnet. Von ihr gehen Nebenstraßen mit mehr oder minder guten Restaurants und Lädchen ab. Eine von ihnen ist die Rua Santa Justa, wo sich der 1902 eröffnete Aufzug zur Oberstadt (Bairro Alto) befindet. Gedeckelt wird die Konstruktion von einer Aussichtsterrasse, die einen atemberaubenden Blick auf die Viertel Baixa und Chiado sowie auf das Castelo de São Jorge ermöglicht. Noch ein Stockwerk höher ist ein Café beheimatet.

Rossio, bzw. Praça de Dom Pedro IV (Foto: Sören Peters)

Rossio. (Foto: Sören Peters)

Ans obere Ende der Rua Augusta schließt sich der Rossio-Platz mit seinen großen Springbrunnen an. Eine weitere Straße weiter beginnt die Praça dos Restauradores mit dem sehenswerten Eden-Theater. Dieser mündet in die Nobel-Shoppingmeile Avenida da Liberdade. Neben Klamotten und Schuhen sind in dieser Umgebung auch allerhand Rauschmittel zu bekommen. Man muss nur lange genug vor einem Geschäft warten, um auf Haschisch, Marihuana oder „Coke“ angesprochen zu werden.

Entdeckerdenkmal in Belém. (Foto: Sören Peters)

Entdeckerdenkmal in Belém. (Foto: Sören Peters)

Die weiteren Sehenswürdigkeiten lassen sich mit Metro und Zug erreichen, etwa das Entdeckerdenkmal, der Torre de Belém und das Mosteiro dos Jerónimos (Haltestelle Belém). Vom Ufer aus bietet sich auch ein toller Blick auf die Ponte 25 de Abril und den Cristo Rei, der segnend seine Arme über die ausbreitet.

Ponte 25 de Abril und Cristo Rei. (Foto: Sören Peters)

Ponte 25 de Abril und Cristo Rei. (Foto: Sören Peters)

Ebenfalls am Tejo-Ufer bietet die alte Hafen-Landschaft (Docas) abwechslungsreiche gastronomische Möglichkeiten: Zwar nicht ganz billig, aber dafür mit schönem Ausblick. Während die Restaurants schon früh am Abend öffnen, füllen sich die Clubs erst ab Mitternacht oder früh am Morgen.

Nachtleben im Bairro Alto. (Foto: Sören Peters)

Nachtleben im Bairro Alto. (Foto: Sören Peters)

Wer es am Abend authentischer mag, der ist im Bairro Alto richtig: Hier gibt es den halben Liter Bier schon für 1,50 Euro, den Becher Sangria für zwei Euro. Die Straßen sind vor allem donnerstags und am Wochenende brechend voll, aus zahlreichen Bars schallt Livemusik, durch manch eine Gasse zieht Marihuanarauch. Ein Schauspiel ist es, wenn sich die Müllabfuhr kurz nach Mitternacht ihren Weg durch die Menschenmassen bahnt. Freilich, das Publikum ist jünger als in den Docas, doch einen Kindergarten muss man hier nicht befürchten. Und wer drauf steht, wird auch eine Frau des Kalibers von Stiflers Mum finden. Spätestens nach dem fünften Becher „Super Bock“ spielen Alter und Schönheit ohnehin keine Rolle mehr.

Sören Peters

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