SINGAPUR

Wahrzeichen Singapurs: Der Merlion, eine Mischung aus Fisch und Löwe, vor dem Central Business District. (Foto: Sören Peters)

Wahrzeichen Singapurs: Der Merlion, eine Mischung aus Fisch und Löwe, vor dem Central Business District. (Foto: Sören Peters)

Tropischer Schmelztiegel im Konsumrausch

So lässt sich Singapur wohl am ehesten beschreiben. Gerade das Aufeinandertreffen der vielen Kulturen ist es, was die Löwenstadt so reizvoll macht. Und durch die durchaus westliche Ausrichtung ist Singapur der perfekte Einstieg für Asien-Neulinge.

Der Stadtstaat in Äquatornähe vereint sämtliche Nationalitäten auf engstem Raum: Inder, Malayen, Chinesen, Europäer, und und und. Alle haben sie ihre eigenen Bräuche mitgebracht, ihre eigenen Speisen, ihre eigene Lebensart. Hier dauert die Reise von Indien nach China gerade einmal zehn Minuten mit der U-Bahn. Dieser Schmelztiegel ist einfach faszinierend.

Dominiert wird das Stadtbild jedoch nicht von Buddha-Tempeln oder Pagoden, sondern von dutzenden Hochhäusern: Banken, Mobilfunkkonzerne, Versicherungen und Immobilienbüros haben sich im Central Business District niedergelassen und demonstrieren wirtschaftliche Stärke. Direkt gegenüber türmt sich ein neues Wahrzeichen auf: das Marina Bay Sands. Drei Gebäudekomplexe und eine gemeinsame Dachterasse prägen die Marina entscheidend. Verbunden werden die einzelnen Komplexe durch ein gemeinsames Einkaufszentrum, durch was auch sonst?

Einkaufszentrum an der Orchard Road. (Foto: spe)

Shoppingcenter ion Orchard. (Foto: Sören Peters)

Dem Konsum kann man sich ohnehin nur schwer entziehen. Wer die U-Bahn-Station an der Haupteinkaufsstraße (Orchard Road) verlassen will, muss erstmal aus einem fünfstöckigen Konsumtempel herausfinden. Auf der Straße angekommen, überrascht der Anblick wenig: Ein Shopping-Center reiht sich an das nächste, die Geschäfte unterscheiden sich jedoch kaum. Weitere Warenhäuser, die man im Kaufrausch ansteuern sollte sind das Vivo-City (Harbour Front, größtes Einkaufszentrum) und – für ein bisschen Abwechslung – Mustafa in Little India (Serangoon Plaza). Elektronik gibt es am Sim Lim Square. Beim Shopping ist inzwischen jedoch Vorsicht geboten: Die Zeit der Schnäppchen ist aufgrund des niedrigen Euro-Kurses und nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Wirtschaftskraft der Einheimischen passé.

Dennoch ist Shopping ein vergleichsweise günstiger Zeitvertreib, denn Ausgehen ist teuer. Ein Hauptgericht im Restaurant kostet rund 15 Euro. Alkohol wird hoch besteuert, ein Glas Bier in einer Bar schlägt da mal schnell mit sechs bis acht Euro zu Buche. Die Dose Tiger-Bier im Supermarkt gibt es für umgerechnet 2,50 Euro.

Günstig und lecker: Heiße Hähnchenpfanne mit Reis, Suppe und Getränk für umgerechnet ca. vier Euro im Vivo-Einkaufszentrum an der Harbour Front. (Foto: spe)

Günstig und lecker: Heiße Hähnchenpfanne mit Reis, Suppe und Getränk für umgerechnet ca. vier Euro im Vivo-Center an der Harbour Front. (Foto: Sören Peters)

Für die knappe Reisekasse besteht beim Essen und Trinken jedoch Sparpotenzial: Fast alle Einkaufszentren verfügen über Food Courts, die Speisen aus allen Teilen der Erde anbieten. Ein Menü inklusive Softdrink ist da schon für rund fünf Euro zu haben. In einigen Malls wird auch Alkohol ausgeschenkt, so dass man sich den Gang in eine Bar sparen kann.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten sind ohnehin zum Nulltarif, etwa Streifzüge durch Little India und Chinatown, ein Sonnenbad auf Sentosa Island oder ein Abendbummel am Clarke Quay. Und wer dort sein Geld nicht in einer der zahlreichen Bars auf den Kopf haut, sondern sich mit ein, zwei Dosen „Tiger“ begnügt, hat am Ende noch ein paar Singapur-Dollar für die Nacht-Safari übrig.

Sören Peters

Alt trifft Neu: Das Hawker Center "Lau Pa Sat" beherbergt im Schatten der Wolkenkratzer des Central Business District (CBD) eine Vielzahl von kleinen Restaurants. (Foto: spe)

Alt trifft Neu: Das Hawker Center „Lau Pa Sat“ beherbergt im Schatten der Wolkenkratzer des Central Business District (CBD) eine Vielzahl von kleinen Restaurants. Kaum eine andere Stadt definiert sich so sehr über das Essen, was aber auch kein Wunder ist bei so vielen kulturellen Einflüssen. (Foto: Sören Peters)

Kolonialhäuser in Chinatown. (Foto: spe)

Chinatown beeindruckt mit seinen bunten Kolonialhäusern… (Foto: Sören Peters)

Buddhatempel in Chinatown. (Foto: spe)

…und durch zahllose Tempel – hier der Sri Mariamman. (Foto: Sören Peters)

Sultanmoschee an der Arab Street. (Foto: spe)

Nur ein paar U-Bahn-Stationen weiter taucht der Besucher in eine andere Welt ein: Etwa rund um die Sultanmoschee an der Arab Street. (Foto: Sören Peters)

Tempel in Little India. (Foto: spe)

Von dort aus ist Little India sogar fußläufig erreichbar. Hier ein Tempel an der zentralen Serangoon Road, Höhe Veerasamy Road. (Foto: Sören Peters)

Wenn es dunkel wird, erstrahlt das Viertel in bunten Lichtern. (Foto: spe)

Wenn es dunkel wird, erstrahlt das Viertel in bunten Lichtern. (Foto: Sören Peters)

A propos Dunkelheit: Die Equinox Skybar im Swissotel ermöglicht einen atemberaubenden Blick über die Löwenstadt. (Foto: spe)

A propos Dunkelheit: Die Equinox Skybar im Swissotel ermöglicht einen atemberaubenden Blick über die Löwenstadt. (Foto: Sören Peters)

Wie Lebensadern durchziehen die hell erleuchteten Straßen den Stadtstaat. (Foto: spe)

Wie Lebensadern durchziehen die Straßen den Stadtstaat. (Foto: Sören Peters)

Doch auch vom Marina Bay Sands aus... (Foto: spe)

Doch auch vom Marina Bay Sands aus… (Foto: Sören Peters)

...liegt einem Singapur zu Füßen. Hier der Blick über Marina und Central Business District. (Foto: spe)

…liegt einem Singapur zu Füßen. Hier der Blick über die Marina und den Central Business District. (Foto: Sören Peters)

Rund ums Riesenrad Singapore Flyer heulen einmal im Jahr die Motoren, wenn die Formel 1 zu Gast ist und auf dem Stadtkurs ein spektakuläres Nachtrennen austrägt. (Foto: spe)

Rund ums Riesenrad Singapore Flyer heulen einmal im Jahr die Motoren, wenn die Formel 1 zu Gast ist und auf dem Stadtkurs ein spektakuläres Nachtrennen austrägt. (Foto: Sören Peters)

Gardens by the Bay. (Foto: Sören Peters)

Gardens by the Bay. (Foto: Sören Peters)

 

Mehr als fünf Millionen Menschen leben in dem Stadtstaat. Nach dem Willen der Regierung sollen noch mehr gut ausgebildete Zuwanderer in die Multi-Kulti-Metropole kommen. (Foto: spe)

Mehr als fünf Millionen Menschen leben in dem Stadtstaat. Nach dem Willen der Regierung sollen noch mehr gut ausgebildete Zuwanderer in die Multi-Kulti-Metropole kommen. (Foto: Sören Peters)

Zum "alten" Singapur gehört das Luxus-Hotel Fullerton. (Foto: spe)

Zum „alten“ Singapur gehört das Luxus-Hotel Fullerton. (Foto: Sören Peters)

Gleich dahinter türmen sich die Geldspeicher des Central Business District auf. (Foto: spe)

Gleich dahinter türmen sich die Geldspeicher des Central Business District auf. (Foto: Sören Peters)

Gemütlich geht es am Clarke Quay zu. Hier gibt es direkt am Singapore River eine Vielzahl an Restaurants und Bars, allerdings nicht ganz billig. (Foto: spe)

Gemütlich geht es am Clarke Quay zu. Hier gibt es direkt am Singapore River eine Vielzahl an Restaurants und Bars, allerdings nicht ganz billig. (Foto: Sören Peters)

Nachtstimmung am Clarke Quay. (Foto: spe)

Nachtstimmung am Clarke Quay. (Foto: Sören Peters)

Schlendert man am Ufer entlang, ergibt sich ein Blick auf die erleuchtete Skyline. (Foto: spe)

Schlendert man am Ufer entlang, ergibt sich ein Blick auf die erleuchtete Skyline. (Foto: Sören Peters)

Währenddessen im Zoo: Die Nachtsafari ist eine der großen Attraktionen Singapurs. (Foto: spe)

Währenddessen im Zoo: Die Nachtsafari ist eine der großen Attraktionen Singapurs. (Foto: Sören Peters)

Nach einem langen Tag kann man sich am Strand von Sentosa Island entspannen, einer vorgelagerten Vergnügungsinsel. (Foto: spe)

Nach einem langen Tag kann man sich am Strand von Sentosa Island entspannen, einer vorgelagerten Vergnügungsinsel. (Foto: Sören Peters)

Zum Abschluss: Der angeblich "southernmost point of continental Asia". (Foto: spe)

Zum Abschluss: Der angeblich „southernmost point of continental Asia“. (Foto: spe)

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2 Kommentare - “SINGAPUR”

  1. Nadine E. Sagt:

    Danke für den sehr interessanten Bericht.
    Da krieg ich direkt Lust auf Singapur.

    Gruß

    Nadine

    Antwort

Trackbacks/Pingbacks

  1. Flyday Singapur – Zu schade für einen Stopover - Tripsta Blog (GER) - 2. Mai 2014

    […] Schmelztiegel im Konsumrausch“ , so beschreibt Sören seine bleibenden Eindrücke zu Singapur. Bei ihm findet ihr allerlei Interessantes zu Kultur, […]

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