DUBAI

Sehenswert // Essen und Trinken // Tipps und Tricks // Ausflüge

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Dubai ist eine Stadt der Superlative: In nicht einmal drei Dekaden wurde hier eine schillernde, vibrierende Metropole aus dem Wüstensand gestampft, die weder in der Luft noch am Meer an natürliche Grenzen stößt. Weithin sichtbares Symbol für den Boom ist der Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt. Die künstlich angelegten Inseln von The World oder die Palmen von Jumeirah und Jebel Ali unterstreichen Dubais Ruf als Emirat der unbegrenzten Möglichkeiten.

Wasserfall in der Dubai Mall. (Foto: Sören Peters)

Wasserfall in der Dubai Mall. (Foto: Sören Peters)

Dubai – das ist für viele Besucher die auf Hochglanz polierte Stadt: Die Dubai Mall etwa ist eines der zehn größten Einkaufszentren weltweit. Es beherbergt einen Wasserfall, eine Eislaufbahn, eine Vergnügungswelt, ein riesiges Aquarium, 120 Restaurants und mehr als 1.000 Stores. Draußen gibt es Wasserspiele (natürlich die größten der Welt) und eine Flaniermeile, wo sich Menschen aus aller Herren Länder begegnen. Nicht minder beeindruckend ist die Mall of the Emirates mit einer auf -2 Grad gekühlten Skipiste. Geht nicht gibt’s nicht! Hier Fotostrecke anschauen

Straßenszene in Deira. (Foto: Sören Peters)

Straßenszene in Deira. (Foto: Sören Peters)

Dubai – das ist vor allem eine Vielvölkerstadt und wäre ohne Arbeitsimmigranten nicht denkbar. Nur zwischen zehn und 20 Prozent der Bewohner sind Emiratis. Der Großteil der Bevölkerung stammt aus Süd- und Südostasien: vor allem aus Indien, Pakistan und Bangladesch. Da erzählt der Taxifahrer von seiner Familie in Dhaka, in der kostenlosen Metrozeitung „Read“ sucht eine junge Filipina nach einem WG-Zimmer. Sie nehmen die Trennung von ihren Familien in Kauf für eine bessere wirtschaftliche Perspektive. Nur wer einen Arbeitsvertrag vorweisen kann, erhält ein Visum – in der Regel für drei Jahre. Danach muss der Aufenthaltstitel erneuert werden, sofern denn eine Weiterbeschäftigung nachgewiesen werden kann. Diese Menschen sind es, die den Laden am Laufen halten und einen gewissen Luxus ermöglichen. Was aber nicht bedeutet, dass die Expats in die emiratische Gesellschaft integriert wären. Vielmehr sind es Parallelgesellschaften, die hier friedlich koexistieren.

Die Sheikh Zayed Road ist die Hauptverkehrsader der Stadt. (Foto: Sören Peters)

Die Sheikh Zayed Road ist die Hauptverkehrsader der Stadt. (Foto: Sören Peters)

Dubai – das ist vor allem eine Autostadt. Nicht nur aufgrund der Nobelkarossen, die man vor den Malls sieht. Die Stadt ist recht weitläufig und selbst wer gerne zu Fuß geht, verliert leicht die Nerven. Die Hauptverkehrsachse, die Sheikh Zayed Road, führt zwölfspurig durch die Stadt. Sechs Spuren Richtung Abu Dhabi, sechs Spuren Richtung World Trade Center. Übergänge für Fußgänger sind selten bis gar nicht vorhanden. Immerhin gibt es inzwischen zwei Metrolinien, die weite Teile der Stadt erschließen und an der Haltestelle in Downtown führt sogar ein Fußweg zur Dubai Mall. Wer eine Stadt gerne per pedes erkundet, hat hier sonst schlechte Karten. Da fällt mir ein, dass ich noch nie einen Radfahrer in Dubai gesehen habe…

Der öffentliche Jumeirah Beach - vor der Kulisse des Burj al Arab kann man hier prima baden. (Foto: Sören Peters)

Der öffentliche Jumeirah Beach – Baden vor der Kulisse des Burj Al-Arab. (Foto: Sören Peters)

Dubai – das ist auch Erholung. Und dafür muss man nicht unbedingt in einem der luxuriösen Hotels mit Privatstrand übernachten. Der Jumeirah Beach ist für jedermann zugänglich. Die Wassertemperaturen können fast das ganze Jahr über mit der heimischen Badewanne mithalten. Und auch für gutes Essen muss man keinen Kredit aufnehmen: In den Einkaufszentren sind sehr gute Foodcourts untergebracht, in Deira haben die Einwanderer bereits jetzt kulinarische Spuren hinterlassen und zahlreiche internationale Restaurant-Ketten haben – schon allein des Status wegen – eine Filiale in der Metropole.

Windtürme und Minarett in Bur Dubai. (Foto: spe)

Windtürme und Minarett in Bur Dubai. Im Heritage Village wird Geschichte lebendig. (Foto: Sören Peters)

Dubai – das ist auch ein Gegensatz. Ein erfrischender Kontrast zur Hochglanz- und Luxusstadt sind Bur Dubai und Deira. An den Ufern des Creek ticken die Uhren ein wenig langsamer als im Rest der Stadt. In Bur Dubai etwa befindet sich Bastakiah. Alte Windtürme und das Dubai Museum zeugen von der Zeit vor dem Öl. Für einen symbolischen Dirham (20 Cent) kann man mit dem Wassertaxi („Abra“) über den Flussarm schippern. Auf der anderen Seite, in Deira, befinden sich der Gold- und der Gewürzmarkt. Es geht wuseliger und chaotischer zu als im Dubai der Superlative – aber auch überschaubarer und weniger exklusiv. Nur die Emirates-Maschinen, die je nach Wind über das Viertel hinwegstarten erinnern daran, dass Dubai vor allem eines ist: ein internationales Drehkreuz  für Waren, Geld und Menschen – nicht selten auch für deren Träume.

Sören Peters

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