eVisum Indien: So funktioniert’s

11. Februar 2016

Indien

eVisum für Indien.

Ergänzung vom 8. März: Die Einreise klappte ohne Probleme, lediglich die Scanner für Fingerabdrücke machen ab und an Probleme. Unter’m Strich war ich jedoch innerhalb von 20 Minuten „drin“. (Foto: Sören Peters)

In nicht einmal zehn Tagen erfülle ich mir einen lang gehegten Wunsch und reise zum ersten Mal nach Indien. Zwar steht aus zeitlichen Gründen nur das Dreieck Delhi-Agra-Amritsar auf dem Programm (für Jaipur hätte ich definitiv mehr Zeit einplanen müssen), dennoch bin ich gespannt auf die ersten Eindrücke. Die gängigen Vorurteile beruhen auf dem, was die deutschen Medien berichten: Armut, Schmutz, Katastrophen und Übervölkerung.

Das erste Vorurteil, das ich hatte, hat sich aber schonmal nicht bestätigt: Dank des neuen Visa-on-Arrival (elektronisches Visum) ist die Beschaffung des Aufenthaltstitels nicht mehr so aufwändig. Die ersten Infos die ich hatte: Man füllt ein ellenlanges Formular aus (inklusive Namen und Nationalität der Eltern, bereiste Länder, Schuhgröße der Ehefrau…), dann schickt man alles mitsamt aktuellen Fotos, Zahlungsnachweis und Pass zum regional zuständigen Konsulat in Deutschland und nach zwei, drei Wochen hat man mit viel Glück ein Touristenvisum, das ab Ausstellung sechs Monate lang gültig ist. Für längere Aufenthalte gibt es das auch heute noch.

Schritt für Schritt
Für Leute wie mich, die mal kurz reinschnuppern möchten, gibt es jedoch seit November 2014 das eVisum für Indien (eTV/e-TouristVisa). Das Prozedere: An dem ellenlangen Formular (inklusive Namen und Nationalität der Eltern, bereiste Länder, Schuhgröße der Ehefrau…) führt weiterhin kein Weg vorbei. Zudem scannt man den Reisepass und ein quadratisch zugeschnittenes Passfoto ein. Die technischen Voraussetzungen sind auf der Homepage leicht verständlich erläutert. Dann übermittelt man die Daten und erhält die Zahlungsinformationen. Nach drei Versuchen klappt die Datenübermittlung und die 49 US-Dollar werden von der Kreditkarte abgebucht. Binnen 72 Stunden erhält man die Bestätigung zum Ausdrucken. Bei der Ankunft gibt es dann nur noch einen Stempel in den Pass.

Wichtig: Das eVisum kann nicht monatelang im Voraus beantragt werden, sondern nur in einem Zeitfenster von 30 bis vier Tagen vor Ankunft in Indien. Die Gültigkeitsdauer beträgt 30 Tage, maximal zwei Mal im Jahr kann man ein solches eVisum beantragen. Die Einreise muss über einen der ausgewählten Flughäfen erfolgen, darunter die aus Europa angesteuerten Ziele wie Delhi, Mumbai, Kolkata, Chennai, Bangalore oder Goa.

Hintergrund
Das eVisum soll dazu beitragen, die indische Tourismusindustrie anzukurbeln. Der Plan geht bislang auf. Aus Deutschland kamen im Jahr 2014 etwa 239.000 Besucher, international waren es etwa 7.680.000, ein Zuwachs von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet touristik aktuell.

Indien-Infos vom Auswärtigen Amt // Erfahrungsbericht auf Travel on Toast

Sören Peters

(Alle Angaben ohne Gewähr. Kurzfristige Änderungen vorbehalten. Maßgeblich sind die Angaben auf den Seiten der indischen Behörden!)

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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