Faszination Atlantis – Parallelwelt auf der Palme

12. Februar 2015

Dubai

Das Atlantis bei Nacht, gesehen vom hoteleigenen Strand. (Foto: Sören Peters)

Das Atlantis bei Nacht, gesehen vom hoteleigenen Strand. (Foto: Sören Peters)

1.539 Zimmer, 21 Restaurants, 3.500 Angestellte aus 102 Nationen – das Mega-Hotel Atlantis The Palm in Dubai ist eine Welt für sich. Am vergangenen Wochenende hatte ich das Glück, zwei Nächte in dem Resort auf der künstlich angelegten Palm Jumeirah vor der Küste Dubais verbringen zu dürfen. Beeindruckt bin ich noch immer.

Bereits beim Betreten der Lobby hat man das Gefühl, in einer Parallelwelt angekommen zu sein. Spiegelglatter Marmorboden, Fischschuppen und Muscheln nachempfundene Säulen, in der Mitte plätschert ein Brunnen, aus dem eine blau-grüne Plastik ragt. So habe ich mir immer die Ami-Resorts vorgestellt, die man aus Filmen kennt. Ein bisschen was von Disneyland, ein bisschen was vom Ritz.

Lobby im Atlantis The Palm. (Foto: Sören Peters)

Lobby im Atlantis The Palm. (Foto: Sören Peters)

Wer dazu gehört, bekommt nach dem Check-In einen blauen Brustbeutel ausgehändigt mit Zimmer- und Verpflegungskarte. Wer diesen nicht offensichtlich trägt, wird beim Gang durch die Anlage mehrmals aufgefordert, sich auszuweisen. „Are you staying with us“ bekommt man an den Türen zum Pool, an der Taxi-Zufahrt zum Hotel und am Eingang zum hauseigenen Wasserpark zu hören. Komplizierter ist es im Restaurant, wenn ein Rezeptionist die Verpflegung ins System einbuchen muss, sich die Gruppe aber auf vier Zimmer verteilt und nicht gemeinsam auftaucht.

Keine Fatamorgana! Das ist wirklich ein Käsebrunnen. (Foto: Sören Peters)

Keine Fatamorgana! Das ist wirklich ein Käsebrunnen. (Foto: Sören Peters)

A propos Restaurants: Das Atlantis The Palm beherbergt 21 Restaurants, dessen Köche insgesamt sieben Michelin-Sterne vorweisen können. Egal ob Sushi, Indisch, Pizza, Arabisch, Asiatisch, Desserts, Käseplatten – es gibt alles, und das in hoher Qualität und im Überfluss.

Das abendliche Fresskoma lässt sich morgens abarbeiten (vor dem reichhaltigen Frühstück, versteht sich). Die Nutzung des hauseigenen Fitnessstudios ist im Preis inbegriffen. Es gibt Laufbänder, Crosstrainer, eine Hantelfläche und die üblichen Geräte in moderner Ausführung. Alternativ kann man eine Runde um den Hotelkomplex joggen (und dabei beobachten, wie die Angestellten in Bussen zur Arbeit geshuttelt werden).

Steile Rutsche im Wasserpark "Aquaventure". (Foto: Sören Peters)

Steile Rutsche im Wasserpark „Aquaventure“. (Foto: Sören Peters)

Ein weiterer Superlativ ist der Wasserpark „Aquaventure“. Auf einer Fläche von 24 Fußballfeldern kann man sich hier die Badehose durchrutschen oder sich gemütlich in einem Reifen einen 2,5 Kilometer langen Wasserlauf entlangtreiben lassen. Zu den Highlights gehören eine Fahrt durch ein Haifischbecken und die steilsten Rutschen, die ich je gesehen habe. 25.000 Kubikmeter Wasser werden hier eingesetzt.

The Lost Chambers. (Foto: Sören Peters)

The Lost Chambers. (Handyfoto: Sören Peters)

Wenn wir schon beim Thema Wasser sind: Das Atlantis beherbergt mit den „Lost Chambers“ eine futuristische Unterwasserwelt, die ich so auch noch nicht erlebt habe. In mehreren Aquarien lassen sich die Geschöpfe der Weltmeere bestaunen. In der benachbarten Dolphin Bay können die Besucher für rund 200 Euro mit Delfinen schwimmen.

Das wirft – bei all den Annehmlichkeiten – die Ethik-Frage auf. Auf der einen Seite die Gäste, die alles im Überfluss haben (ich will nicht wissen, wie viele Speisen im Abfall landen). Auf der anderen Seite die Angestellten: Wie so oft in den Emiraten sind das zum Großteil Südasiaten, die sich mit dem Verdienten gerade so über Wasser halten können und noch die Familie in der Heimat versorgen. Eine Parallelwelt in der Parallelwelt sozusagen.

Shisha-Bar auf einer Terasse. (Foto: Sören Peters)

Shisha-Bar auf einer Terasse. (Foto: Sören Peters)

Ein anderes Thema sind die gepfefferten Preise im Hotel. 99 AED soll der tägliche Internetpass kosten. Frei ist das Wifi nur in den Restaurants oder wenn man Teilnehmer am Meilenprogramm von Emirates ist (Skywards). Ein Kännchen marokkanischer Minztee in einer Bar schlägt mit 30 AED, nach aktuellem Kurs also rund 7 Euro, zu Buche. Eine kleine Cola mit 4 Euro (22 AED). Andererseits: Wir sind hier nicht im Ibis. Und man soll ich auch mal was gönnen.

Trotz dieser kleinen Abzüge in der B-Note war es dennoch ein tolles Erlebnis, diese „Faszination Atlantis“ erlebt zu haben. Ein dickes Dankeschön geht an MANGO Tours, die mir diesen Aufenthalt ermöglicht haben und an meine Mitreisenden, die zu diesem Erlebnis beigetragen haben.

Ein paar Eindrücke gibt es weiter unten in der Fotogalerie sowie in meinem flickr-Stream.

Mehr über Dubai / Homepage Atlantis The Palm

Sören Peters

Maritime elemente verzieren die weitläufige Lobby. (Foto: Sören Peters)

Willkommen im Atlantis: Maritime Elemente verzieren die weitläufige Lobby. (Foto: Sören Peters)

Durch die große Fensterfront ist die Eingangshalle lichtdurchflutet. (Foto: Sören Peters)

Durch die große Fensterfront ist die Eingangshalle lichtdurchflutet. (Foto: Sören Peters)

Über den auf Hochglanz polierten Marmorboden geht es dann zu den Zimmern. (Foto: Sören Peters)

Über den auf Hochglanz polierten Marmorboden geht es dann zu den Zimmern. (Foto: Sören Peters)

Blick aus unserem Raum im siebten Stock. Im Hintergrund: Die Marina-Skyline. Lila beleuchtet: die Strandbar. Recht nebenan befindet sich der Heli-Landeplatz. Rundflüge gehören zum Ausflugsangebot des Hotels. (Foto: Sören Peters)

Blick aus unserem Raum im siebten Stock. Lila beleuchtet: die Strandbar. Recht nebenan befindet sich der Heli-Landeplatz. Rundflüge gehören zum Ausflugsangebot des Hotels. (Foto: Sören Peters)

Zu später Stunde am Royal Pool. (Foto: Sören Peters)

Zu später Stunde am Royal Pool. (Foto: Sören Peters)

Brunnen-Anlage am Außenbereich. (Foto: Sören Peters)

Brunnen-Anlage am Außenbereich. (Foto: Sören Peters)

Blick vom Wasserpark auf das Hotel. Die Monorail verbrindet den Wellenbrecher der Palme, wo das Atlantis steht, mit dem "Stamm" und dem Festland. (Foto: Sören Peters)

Blick vom Wasserpark auf das Hotel. Die Monorail verbrindet den Wellenbrecher der Palme, wo das Atlantis steht, mit dem „Stamm“ und dem Festland. (Foto: Sören Peters)

Hinter der "Parallelwelt" türmt sich die skyline der dubai Marina auf. (Foto: Sören Peters)

Hinter der „Parallelwelt“ türmt sich die Skyline der dubai Marina auf. (Foto: Sören Peters)

Ein bisschen Bling-Bling muss sein: Plato's Bar in einem Seitenflügel der Lobby. (Handyfoto: Sören Peters)

Ein bisschen Bling-Bling muss sein: Plato’s Bar in einem Seitenflügel der Lobby. (Handyfoto: Sören Peters)

Zum Abschluss noch ein Blick in die Zukunft: In direkter Nachbarschaft soll der Komplex "Atlantis Residences" entstehen - noch größer als das jetzige Atlantis. Neben Hotelzimmern soll der Bau auch 250 Luxus-Wohnungen beherbergen. Volumen: 1,4 Mrd. USD. (Foto: Sören Peters)

Zum Abschluss noch ein Blick in die Zukunft: In direkter Nachbarschaft soll der Komplex „Atlantis Residences“ entstehen – noch größer als das jetzige Atlantis. Neben Hotelzimmern soll der Bau auch 250 Luxus-Wohnungen beherbergen. Volumen: 1,4 Mrd. USD. Fertigstellung ist für 2017 geplant. (Handyfoto: Sören Peters)

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

2 Kommentare - “Faszination Atlantis – Parallelwelt auf der Palme”

  1. germanicus84 Sagt:

    Der Wasserpark Aquaventure ist eine Wucht. Jeder, der etwas mehr, als einen Tag in Dubai zur Verfügung hat, muss diesen atemberaubenden Park einfach besuchen. Obwohl der Eintritt recht teuer ist, bereut man es nicht, so viel Geld ausgegeben zu haben, da man wirklich etwas erlebt.

    Ich habe sowohl den Wild-Wadi, als auch das Aquaventure ausprobiert und muss sagen, dass sich das Aquaventure wirklich lohnt. Einfach nur genial!

    Aber Achtung: es gibt kaum Schattenplätze!

    Antwort

    • Sören Peters Sagt:

      Im Wild Wadi war ich leider noch nicht, insofern habe ich da keine Vergleichsmöglichkeit, doch das Aquaventure war schon der Hammer! Der Eintritt war für uns glücklicherweise im Atlantis-Aufenthalt enthalten.

      Antwort

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