Inselhopping vor Sihanoukville

5. Januar 2015

Asien, Kambodscha

Boot am Strand von Koh Russei. (Foto: Sören Peters)

Boot am Strand von Koh Russei. (Foto: Sören Peters)

Ich klettere auf die Reling und halte noch einen kleinen Moment inne. Ich ertappe mich bei der Frage, ob das Wasser eventuell kalt sein könnte, lache über diesen blöden Gedanken und springe. Mit einem lauten Platsch lande ich im Golf von Thailand. Gemeinsam mit knapp einem Dutzend anderer Touristen schwimme ich die letzten Meter zum Strand von Koh Russei und wähne mich am Ziel. Genau das ist es, was ich gesucht habe: Kristallklares Wasser, quietschender Sand unter den Füßen und einem Traumstrand, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient hat.

So zweischneidig Sihanoukville auch ist – die vorgelagerten Inseln sollte man sich nicht entgehen lassen. Sie entschädigen mit Traumstränden und klarem Wasser für den etwas schmuddeligen Zentralstrand. Da wir nur wenig Zeit hatten, haben wir uns für einen Bootstrip zu den drei Inseln Koh Chrolosh, Koh Russei und Koh Tres entschieden. Kosten: Etwa 15 US-Dollar inklusive Frühstück und Mittagessen.

Los ging es am frühen Morgen. Mit dem Tuk-Tuk wurden wir vom Hotel abgeholt und zu einem kleinen Lokal hinter den ganzen Strandbars am Occheuteal Beach gefahren. Danach ging es zu Fuß zum Pier. Das Publikum war durchweg gemischt: Hier die amerikanische Familie mitsamt Nanny, da die 20 Jahre alten Backpacker aus Schweden sowie ein älteres französisches Paar, die sich ihres Alters nicht bewusst waren.

Für den Mann, der alles hat - ein goldener Hirsch auf der privaten Insel Koh Chrolosh. (Foto: Sören Peters)

Für den Mann, der alles hat – ein goldener Hirsch auf der privaten Insel Koh Chrolosh. (Foto: Sören Peters)

Erster Stopp war die Insel Koh Chrolosh. Das Eiland befindet sich nach Aussage des Guides in Privatbesitz. Der Schnorchelstopp war jedoch ein wenig ernüchternd: Das Wasser war – obwohl es türkis schimmerte – recht trüb und ständig musste man auf die vielen Seeigel aufpassen. Auf der Weiterreise wurde dann das Mittagessen serviert (gegrillter Fisch mit Reis und Salat – yummy!)

Koh Russei. (Foto: Sören Peters)

Koh Russei. (Foto: Sören Peters)

Zweiter Stopp war die bereits oben erwähnte Insel Koh Russei. Hier gibt es am Strand ein paar einfache Bambushütten und die zeitgleiche Ankunft der Ausflugsboote ist die einzige Action, die die Touristen dort haben. Dafür punktete die Insel mit klarem Wasser und einem echten Traumstrand. Die Zeit auf der Insel nutzen wir für einen Strandspaziergang, bei dem wir – ein paar Meter in den Dschungel hinein – eine Destillerie entdeckten. Hier lebt tatsächlich ein Hippie und brennt Reisschnaps!

Destillerie auf Koh Russei. (Foto: Sören Peters)

Destillerie auf Koh Russei. (Foto: Sören Peters)

Letzter Halt war ein Schnorchelstopp war Koh Tres. Hier war das Wasser zwar etwas klarer und man konnte ein paar Fische beobachten, allerdings kommt die Unterwasserwelt nicht an Thailand heran.

Insel vor Sihanoukville. (Foto: Sören Peters)

Insel vor Sihanoukville. (Foto: Sören Peters)

Fazit: Obwohl die Schnorchelstopps ein wenig enttäuschend ausfielen, ist die Drei-Insel-Tour ihr Geld durchaus wert. Koh Russei verfügt über einen traumhaften Strand, an dem es sich prima Baden und Relaxen lässt. Die übrige Zeit kann man sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen und an Deck in der Sonne brutzeln.

Buchbar ist der Trip in den meisten Reisebüros in der Stadt. Wir reservierten unsere Tickets bei einer Agentur an der Straße, die vom Golden-Lions-Kreisel auf den Occheuteal Beach zuführt. Ein weiteres Angebot führt zur Insel Koh Rong Samloem. Auf Rapunzel will raus erzählt Euch Sarah von der Insel.

Weitere Bilder im flickr-Stream

Sören Peters

Panoramablick auf die Inseln vor der Küste von Sihanoukville. (Foto: Sören Peters)

Panoramablick auf die Inseln vor der Küste von Sihanoukville. (Foto: Sören Peters)

Advertisements
, , , , , , , , , , , , ,

Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

Zeige alle Beiträge von Sören Peters

PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: