Spaziergang durch Phnom Penh

8. Dezember 2014

Asien, Kambodscha

Straßenszene aus Phnom Penh, aufgenommen in der Nähe des Kandal Market. (Foto: Sören Peters)

Straßenszene aus Phnom Penh, aufgenommen in der Nähe des Kandal Market. (Foto: Sören Peters)

Phnom Penh – das klingt nach Exotik, quirligem Stadtleben und hauptstädtischer Erhabenheit. Aber auch nach Krieg, Zerstörung und Armut. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Zumindest war das mein Eindruck, als wir die Hauptstadt Kambodscha auf dem Weg von Siem Reap nach Sihanoukville besucht haben.

Vor dem Königspalast. (Foto: Sören Peters)

Vor dem Königspalast. (Foto: Sören Peters)

Auf der einen Seite präsentiert sich Phnom Penh als geleckte Großstadt, etwa rund um den Königspalast. Nur ein paar Meter weiter jedoch, wo tagsüber Marktstände aufgebaut sind, stinkt es in der Nacht bis zum Himmel. Dazwischen erinnern das Tuol-Sleng-Gefängnis und die Killing Fields etwas außerhalb der Stadt an die Schreckensherrschaft der Roten Khmer vor gerade einmal 40 Jahren. Architektonisch wirkte Phnom Penh ein wenig wie Saigon, das ja auch nicht allzu weit entfernt ist.

Am Preah Sihanouk Boulevard. (Foto: Sören Peters)

Am Preah Sihanouk Boulevard. (Foto: Sören Peters)

Ähnlich wie die südvietnamesische Millionenstadt lässt sich auch „PNH“ mit einem Stadtspaziergang erkunden. Die meist im Schachbrettmuster angelegten und „amerikanisch“ nummerierten Straßen erleichtern die Orientierung. Ungerade Straßen verlaufen von Nord nach Süd, gerade von West nach Ost. Dazwischen erinnern breite Boulevards an die französische Kolonialherrschaft.

Hier ein kleiner Foto-Rundgang durch Phnom Pehn. Weitere Bilder gibt es in meinem flickr-Stream.

Die Besuche des Tuol-Sleng-Gefängnisses und der Killing Fields habe ich hier mal bewusst ausgeklammert, um in dem gesonderten Beitrag darauf einzugehen.

Sören Peters

Wir starten unseren Rundgang am Wat Phnom, gelegen inmitten eines riesigen Kreisverkehrs im Norden des Stadtzentrums. (Foto: Sören Peters)

Wir starten unseren Rundgang am Wat Phnom, gelegen inmitten eines riesigen Kreisverkehrs im Norden des Stadtzentrums. (Foto: Sören Peters)

Wir spazieren nach Süden über den Preah Norodom Boulevard und biegen nach links in die 110. Straße ein (nicht wundern, wenn in der Nummerierung manche Zahlen einfach übersprungen werden). Am Old Market geht es vorbei... (Foto: Sören Peters)

Wir spazieren nach Süden über den Preah Norodom Boulevard und biegen nach links in die 110. Straße ein (nicht wundern, wenn in der Nummerierung manche Zahlen einfach übersprungen werden). Am Old Market geht es vorbei… (Foto: Sören Peters)

...zum Sisowath Quay. An der Uferpromenade gibt es - getrennt durch die Fahrbahn - einige gute und günstige Restaurants und Bars, wo man gut in den Abend starten kann. (Foto: Sören Peters)

…zum Sisowath Quay. An der Uferpromenade gibt es – getrennt durch die Fahrbahn – einige gute und günstige Restaurants und Bars, wo man gut in den Abend starten kann. (Foto: Sören Peters)

Auf der Höhe, wo sich der Mekong und der Tonlé Sap vereinen, steht der Wat Ounalom. (Foto: Sören Peters)

Auf der Höhe, wo sich der Mekong und der Tonlé Sap vereinen, steht der Wat Ounalom. (Foto: Sören Peters)

In den Straßen dahinter entstand diese Aufnahme. Typisches Stadtbild von PNH. Wir halten uns hier jedoch nicht länger auf, sondern spazieren am Flussufer weiter... (Foto: Sören Peters)

In den Straßen dahinter entstand diese Aufnahme. Typisches Stadtbild von PNH. Wir halten uns hier jedoch nicht länger auf, sondern spazieren am Flussufer weiter… (Foto: Sören Peters)

...passieren den in einem Kolonialgebäude untergebrachten Sitz der Unesco... (Foto: Sören Peters)

…passieren den in einem Kolonialgebäude untergebrachten Sitz der Unesco… (Foto: Sören Peters)

...und entdecken auf der gegenüberliegenden Straßenseite das Nationalmuseum. Auch wenn das Bild täuscht, in der kleinen Parkanlage stank es höllisch. (Foto: Sören Peters)

…und entdecken auf der gegenüberliegenden Straßenseite das Nationalmuseum. Auch wenn das Bild täuscht, in der kleinen Parkanlage stank es höllisch. (Foto: Sören Peters)

Dafür wirkt das Gebäude wie eine kleine Oase mitten in der Stadt. (Foto: Sören Peters)

Dafür wirkt das Gebäude wie eine kleine Oase mitten in der Stadt. Was die Person im hohen Gras veranstaltet, überlasse ich mal lieber Eurer Fantasie. (Foto: Sören Peters)

ein paar Meter weiter die Straße runter, kommen wir in eine gepflegte Anlage vor dem Königspalast. Der Eintritt erfolgt über die dem Flussufer/Sisowath Quay zugewandte Seite. (Foto: Sören Peters)

ein paar Meter weiter die Straße runter, kommen wir in eine gepflegte Anlage vor dem Königspalast. Der Eintritt erfolgt über die dem Flussufer/Sisowath Quay zugewandte Seite. (Foto: Sören Peters)

Auf der Straße wollten uns Tuk-Tuk-Fahrer weismachen, der Palast hätte wegen einer Zeremonie geschlossen und wollten uns für 15 US-Dollar eine Fahrt zu den Killing Fields aufschwatzen. Auch wenn es - im Vergleich zum Rest der Stadt - sehr ruhig aussieht: Unbehelligt weiterlaufen! (Foto: Sören Peters)

Auf der Straße wollten uns Tuk-Tuk-Fahrer weismachen, der Palast hätte wegen einer Zeremonie geschlossen und wollten uns für 15 US-Dollar eine Fahrt zu den Killing Fields aufschwatzen. Auch wenn es – im Vergleich zum Rest der Stadt – sehr ruhig aussieht: Unbehelligt weiterlaufen! Links im Bild übrigens der Supreme Court, rechts die Palastmauer. (Foto: Sören Peters)

Das Gelände erinnert ein wenig an den Wat Phra Kaeo in Bangkok. Hier im Bild: die Thronhalle. Der Innenraum darf jedoch nicht betreten werden, auch Fotoaufnahmen von außen sind nicht gestattet. (Foto: Sören Peters)

Das Gelände erinnert ein wenig an den Königspalast in Bangkok. Hier im Bild: die Thronhalle. Der Innenraum darf jedoch nicht betreten werden, auch Fotoaufnahmen von außen sind nicht gestattet. (Foto: Sören Peters)

Weiterer Saal auf dem Palastgelände. (Foto: Sören Peters)

Weiterer Saal auf dem Palastgelände. Dieser Teil ist der Straße zugewandt. (Foto: Sören Peters)

Auf dem Areal befindet sich zudem die Silberpagode. (Foto: Sören Peters)

Auf dem Areal befindet sich zudem die Silberpagode. (Foto: Sören Peters)

Chedis im weitläufigen Innenhof. (Foto: Sören Peters)

Chedis im weitläufigen Innenhof. (Foto: Sören Peters)

Diesem "Herz der Stadt" schließt sich im Süden eine kleine Parkanlage an, in dessen Zentrum sich das kambodschanisch-vietnamesische Freundschaftsdenkmal befindet. (Foto: Sören Peters)

Diesem „Herz der Stadt“ schließt sich im Süden eine kleine Parkanlage an, in dessen Zentrum sich das kambodschanisch-vietnamesische Freundschaftsdenkmal befindet. (Foto: Sören Peters)

Wir biegen nach rechts ab auf den Preah Sihanouk/Preah Suramarit Boulevard und spazieren schon schnurstracks auf das Unabhängigkeitsdenkmal zu. Das Monument steht auf einem riesigen Kreisel im Süden des Preah Norodom Boulevard. Nach Norden würde man wieder zum Wat Phnom geladen. (Foto: Sören Peters)

Wir biegen nach rechts ab auf den Preah Sihanouk/Preah Suramarit Boulevard und spazieren schon schnurstracks auf das Unabhängigkeitsdenkmal zu. Das Monument steht auf einem riesigen Kreisel im Süden des Preah Norodom Boulevard. Nach Norden würde man wieder zum Wat Phnom geladen. (Foto: Sören Peters)

Wir laufen jedoch noch ein Stückchen weiter, vorbei an Läden mit Moto-Zubehör auf der einen und Shopping-Malls auf der anderen Siete. An der 113. Straße biegen wir nach Süden ab und entdecken auf dem Weg zum Tuol-Sleng-Gefängnis diese koloniale Schmuckstück. Da die Geschichte der Roten Khmer jedoch in einem anderen Beitrag stattfindet, laufen wir gedanklich wieder Richtung Norden... (Foto: Sören Peters)

Wir laufen jedoch noch ein Stückchen weiter, vorbei an Läden mit Moto-Zubehör auf der einen und Shopping-Malls auf der anderen Siete. An der 113. Straße biegen wir nach Süden ab und entdecken auf dem Weg zum Tuol-Sleng-Gefängnis diese koloniale Schmuckstück. Da die Geschichte der Roten Khmer jedoch in einem anderen Beitrag stattfindet, laufen wir gedanklich wieder Richtung Norden… (Foto: Sören Peters)

Hier gelanden wir nach einiger Zeit zum Psar Thmei (Zentralmarkt). Das Gebäude im Art-Déco-Stil wirkt ein wenig befremdlich, verglichen mit der sonstigen Architektur. (Foto: Sören Peters)

Hier gelanden wir nach einiger Zeit zum Psar Thmei (Zentralmarkt). Das Gebäude im Art-Déco-Stil wirkt ein wenig befremdlich, verglichen mit der sonstigen Architektur. (Foto: Sören Peters)

Die Zugänge wirken durchaus futuristisch. (Foto: Sören Peters)

Die Zugänge wirken durchaus futuristisch. (Foto: Sören Peters)

Das Warenangebot im Innern (Sonnenbrillen, Kleidung, Plüschtiere, etc.) konnte uns jedoch nicht überzeugen. (Foto: Sören Peters)

Das Warenangebot im Innern (Sonnenbrillen, Kleidung, Plüschtiere, etc.) konnte uns jedoch nicht überzeugen. (Foto: Sören Peters)

Vorbei an den typischen Straßenecken geht es weiter Richtung Norden... (Foto: Sören Peters)

Vorbei an den typischen Straßenecken geht es weiter Richtung Norden… (Foto: Sören Peters)

Stattdessen liefen wir weiter Richtung Norden, wo sich in der Nähe des Wat Phnom die Zeichen der Zeit bemerkbar machen. Obwohl Kambodscha im Vergleich zu Thailand noch viel aufzuholen hat, beginnt auch hier allmählich eine neue Zeit. (Foto: Sören Peters)

…wo sich in der Nähe des Wat Phnom die Zeichen der neuen Zeit bemerkbar machen. (Foto: Sören Peters)

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

2 Kommentare - “Spaziergang durch Phnom Penh”

  1. Sebastian Sagt:

    Ich glaube durch die vielen verschiedenen Eindrücke, macht es die Gegen in Phon Penh erst interessant. Bemerkenswert finde ich die Stromkabelverlegung in der Stadt.

    Antwort

    • soerenpeters84 Sagt:

      Hi Sebastian! Die Stadt habe ich als unheimlich vielseitig erlebt, aber man merkt, dass eine gewisse Aufbruchstimmung herrscht. Die Stromkabel sind in der Tat ungewöhnlich für westliche Augen, aber so ähnlich sieht’s auch in Vietnam aus (einen Abend ist für eine gute halbe Stunde mal ein ganzes Stadtviertel dunkel gewesen, wen wundert’s)

      Antwort

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