Roundup: Siem Reap und Angkor – Tipps und Ärgernisse

3. Dezember 2014

Asien, Kambodscha

Symbolbild: Niemand muss kopflos durch die Gegend rennen - entdeckt im Ta Prohm. (Foto: Sören Peters)

Symbolbild: Niemand muss kopflos durch die Gegend rennen – entdeckt im Ta Prohm. (Foto: Sören Peters)

1. Angkor: Das Ticket für einen Tag hat uns vollkommen ausgereicht. Wenn Du also „nur“ die bekannten Tempel sehen möchtest (Angkor Wat zum Sonnenaufgang, danach Angkor Thom und Ta Prohm) musst Du nicht mehr als einen Vormittag einplanen. Die Tageskarte kostet 20 US-Dollar und ist nicht übertragbar. Auf dieser „kleinen Runde“ bewegt man sich zwar auf ausgetretenen Pfaden und meist mit der Masse, aber machen wir uns nichts vor: Angkor ist ohnehin voll mit Touristen. Also, who cares?

Wie vom Reißbrett geplant: Die Zufahrt vom Südtor zum Bayon. (Foto: Sören Peters)

Tuk-Tuk-Fahrt auf dem Gelände von Angkor Thom. (Foto: Sören Peters)

2. Transport: Egal, ob Du mit dem Taxi vom Flughafen kommst oder die Entfernung von der Bushaltestelle zum Hotel mit dem Tuk-Tuk zurücklegst – und egal, wie müde und geistig verwirrt Du bist – lass Dir keine weiteren Fahrten aufschwatzen! Einen fahrbaren Untersatz bekommt man in Siem Reap zu jeder Tages- und Nachtzeit. Als Tagestarif hatten wir mit dem Fahrer 20 US-Dollar ausgehandelt. Fahrten innerhalb der Stadt sollten nicht mehr als ein, zwei US-Dollar kosten.

Ähnlich wie der Ta Prohm ist der Banteay Kdei nicht im besten Zustand. (Foto: Sören Peters)

Inoffizielle Guides vor dem Banteay Kdei. (Foto: Sören Peters)

3. Guides: In manchen Tempeln werden sich immer wieder unoffizielle Guides aufdrängen. In Angkor Wat, Angkor Thom und Ta Prohm kann man darauf getrost verzichten. Im Banteay Kdei haben wir uns ein paar Minuten herumführen lassen und dem bemühten Kerl einen US-Dollar in die Hand gedrückt (bzw. 4.000 Riel, war ne gute Gelegenheit, das Spielgeld loszuwerden). Danach sollte man aber auch zusehen, diese Kurzbekanntschaft wieder loszuwerden.

Zum Abschluss der kleinen Fotostrecke darf natürlich der Klassiker nicht fehlen. (Foto: Sören Peters)

Angkor Wat. Beeindruckend: ja. Aber den Wow-Effekt kann ich nicht richtig einordnen (Foto: Sören Peters)

4. Erwartungshaltung: Ich kann gar nicht sagen, ob ich enttäuscht war oder mir Angkor Wat viel pompöser vorgestellt hatte – aber so spektakulär wie auf Postkarten ist das alles gar nicht. Vor allem beim Sonnenaufgang herrscht an den besten Fotopositionen Massenandrang. Und nach fünf, sechs Stunden Krackselei kann man ohnehin keine alten Steine mehr sehen…

Auch das ist Siem Reap: Bunte Kolonialhäuser etwas nördlich der Old-Market-Area. (Foto: Sören Peters)

Kolonialhäuser in Siem Reap. (Foto: Sören Peters)

5. Siem Reap: Das Nachtleben spielt sich rund um die Pub Street und den Night Market statt. Hier kann man auch überall recht vernünftig essen. Wähle ein Hotel in der Nähe, so sparst Du Dir die täglichen Transportkosten. Ansonsten ist die Stadt recht unspektakulär. Wer nur die Tempel von Angkor besuchen möchte (ohne Fahrradtouren ins Umland oder ähnliche Späße) kommt mit zwei Tagen gut hin. Bei uns sah das so aus: Tag 1: Ankunft am Mittag, nachmittags kurzer Trip zum Tonlé-See (mehr dazu unter 6.), Tag 2: Vormittags Angkor, nachmittags Chillen am Pool. Wir hatten ursprünglich mit drei Tagen geplant und hätten den „gewonnenen“ Tag lieber in Phnom Penh genutzt, leider waren die früheren Busse unseres Anbieters aber schon ausgebucht. Ist dann halt so.

Boot auf dem Tonlé Sap. 30 US-Dollar für eine Fahrt zu den Schwimmenden Dörfern wollten wir dann aber nicht investieren. (Foto: Sören Peters)

Boot auf dem Tonlé Sap. 30 US-Dollar für eine Fahrt zu den Schwimmenden Dörfern wollten wir dann aber nicht investieren. (Foto: Sören Peters)

6. Ärgernisse: Siem Reap ist eine der touristischen Hauptstädte Kambodschas und man merkt, dass jeder was vom großen Kuchen abhaben möchte. Vor allem die Tuk-Tuk-Fahrer können nach einer Zeit zur Plage werden. Verdenken kann man es ihnen nicht, doch wenn ich auf 20 Metern fünf Mal angesprochen werde, ob ich zur Shooting-Range oder zur „Chicken Farm“ (Puff) fahren oder Marihuana kaufen will, reißt mir mein sonst sehr dicker Geduldsfaden. Am Tag unserer Ankunft wollten wir noch den schwimmenden Dörfern auf dem Tonlé-See einen kurzen Besuch abstatten – als uns dann der Fahrer an einem Bootsanleger absetzte, wo wir 30 US-Dollar pro Person für einen Trip zahlen sollten, zeigten wir den Anbietern kurzerhand den Vogel und ließen uns von einem, aufgrund der entgangenen Provision offensichtlich schlecht gelaunten Fahrer, wieder zurück in die Stadt bringen.

Was sind Deine Erfahrungen? Was würdest Du einem Freund raten, der eine Reise nach Siem Reap und Angkor plant?

Sören Peters

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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