Angkor Thom: Megacity aus dem 12. Jahrhundert

28. November 2014

Asien, Kambodscha

Das Südtor zur "großen Hauptstadt": In Stein gehauene Gesichter begrüßen die Besucher von Angkor Thom. (Foto: Sören Peters)

Das Südtor zur „großen Hauptstadt“: In Stein gehauene Gesichter begrüßen die Besucher von Angkor Thom. (Foto: Sören Peters)

Vor knapp 900 Jahren waren Orte wie London oder Paris noch kleine Dörfer. Man kaufte sein Brot beim Bäcker nebenan, kannte die Kuh, die abends auf dem Tisch lag, noch beim Vornamen und watete nach heftigen Regengüssen durch matschige Straßen. Dagegen muss Angkor um diese Zeit wie eine futuristische Megacity gewirkt haben: Mit Transrapid zum internationalen Flughafen, überall freies Wifi und schwebende Autos (die Jetsons lassen grüßen). Okay, der Vergleich hinkt ein bisschen, doch vom Ausmaß der früheren Metropole bekommt man auf dem Gelände von Angkor Thom tatsächlich einen ganz guten Eindruck.

Eines von vielen Gesichter des Bayon. (Foto: Sören Peters)

Eines von vielen Gesichtern des Bayon. (Foto: Sören Peters)

Wir verlassen Angkor Wat nach Norden und fahren mit dem Tuk-Tuk ein paar Minuten bis zum Südtor der „großen Hauptstadt“, so die Übersetzung von Angkor Thom. Über einen Kanal führt eine gut befestigte Brücke auf das Stadttor zu, links und rechts wachen in Stein gemeißelte Gesichter. Schnurgerade führt eine Hauptstraße zum zentralen Tempel, dem Bayon. Bekannt ist der Tempel für seine Gesichtertürme, wobei noch nicht abschließend geklärt ist, ob der damalige König dafür Model stand.

Im Innern des Bayon. (Foto: Sören Peters)

Im Innern des Bayon. (Foto: Sören Peters)

Doch auch in anderer Hinsicht unterscheidet sich der Bayon von anderen Sakralbauten wie Angkor Wat: Beispielsweise durch das runde Zentralheiligtum oder dadurch, dass die Anlage nicht mit einer Mauer umgeben ist, sondern von offenen Säuleneingängen. Weiter ist der Bayon komplexer als die übrigen Tempelanlagen, da er von weiteren Königen immer wieder um einzelne Bauabschnitte erweitert wurde.

Die Elefantenterrasse diente für Zeremonien. Mit ein wenig Fantasie lassen sich die Reliefs noch erkennen. (Foto: Sören Peters)

Die Elefantenterrasse diente für Zeremonien. Mit ein wenig Fantasie lassen sich die Reliefs noch erkennen. (Foto: Sören Peters)

Auf dem neun Quadratkilometer großen Areal liegen zudem weitere Anlagen wie der Baphuon, die Elefantenterrasse, die als Schauplatz für Zeremonien diente, sowie weitere kleine Tempel (Prasats). Für den Zugang benötigt man im übrigen kein Extra-Ticket. Das für Angkor Wat erworbene Ticket deckt alle Tempel ab!

Einen kleinen Überblick findet Ihr in der Fotostrecke sowie in meinem flickr-Stream!

Sören Peters

Nicht nur die Stadtmauern, sondern auch ein Wassergraben schützte Angkor Thom vor ungebetenen Gästen. (Foto: Sören Peters)

Nicht nur die Stadtmauern, sondern auch ein Wassergraben schützte Angkor Thom vor ungebetenen Gästen. (Foto: Sören Peters)

Wie vom Reißbrett geplant: Die Zufahrt vom Südtor zum Bayon. (Foto: Sören Peters)

Wie vom Reißbrett geplant: Die Zufahrt vom Südtor zum Bayon. (Foto: Sören Peters)

Anders als andere Anlagen verfügt der zentrale Bayon-Tempel über keinerlei Mauer. (Foto: Sören Peters)

Anders als andere Anlagen verfügt der zentrale Bayon-Tempel über keinerlei Mauer. (Foto: Sören Peters)

Markantestes Merkmal sind jedoch die in Stein gemeißelten Gesichter. (Foto: Sören Peters)

Markantestes Merkmal sind jedoch die in Stein gemeißelten Gesichter. (Foto: Sören Peters)

Auch viele Reliefs wurden von den internationalen Teams wieder restauriert. (Foto: Sören Peters)

Auch viele Reliefs wurden von den internationalen Teams wieder restauriert. (Foto: Sören Peters)

Ein weiterer Tempel auf dem Areal von Angkor Thom ist der Baphuon. (Foto: Sören Peters)

Ein weiterer Tempel auf dem Areal von Angkor Thom ist der Baphuon. (Foto: Sören Peters)

Wer neben dem schnurgeraden Zugang noch den Aufstieg in Angriff nimmt... (Foto: Sören Peters)

Wer neben dem schnurgeraden Zugang noch den Aufstieg in Angriff nimmt… (Foto: Sören Peters)

...wird mit diesem Ausblick dafür belohnt. (Foto: Sören Peters)

…wird mit diesem Ausblick dafür belohnt. (Foto: Sören Peters)

Zurück an der Hauptstraße, geht es vorbei an der Elefantenterrasse... (Foto: Sören Peters)

Zurück an der Hauptstraße, geht es vorbei an der Elefantenterrasse… (Foto: Sören Peters)

...und an den kleineren Prasats, bis einen der Tuk-Tuk-Fahrer wieder einsammelt und die Tempeltour weitergeht. (Foto: Sören Peters)

…und an den kleineren Prasats, bis einen der Tuk-Tuk-Fahrer wieder einsammelt und die Tempeltour weitergeht. (Foto: Sören Peters)

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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