Siem Reap – das Tor nach Angkor

26. November 2014

Asien, Kambodscha

Auch das ist Siem Reap: Bunte Kolonialhäuser etwas nördlich der Old-Market-Area. (Foto: Sören Peters)

Bunte Kolonialhäuser etwas nördlich der Old-Market-Area. (Foto: Sören Peters)

Ohne die Popularität der Tempel von Angkor wäre Siem Reap wohl ein Städtchen im Tiefschlaf. Die Nähe zu Kambodschas populärster Sehenswürdigkeit (und zur thailändischen Grenze) macht die Stadt jedoch zum unumgänglichen Ziel für nahezu alle Besucher.

Das Nobelhotel Terrasse des Elephants in der Old Market Area. (Foto: Sören Peters)

Das Nobelhotel Terrasse des Elephants in der Old Market Area. (Foto: Sören Peters)

Vom einfachen Gasthaus mit Mehrbettzimmer und Etagenbad bis zum Resort, das für eine Nacht einen dreistelligen Betrag veranschlagt, findet man die ganze Bandbreite an Übernachtungsmöglichkeiten. Das spiegelt sich auch in der Demographie der Besucher wider: vom 20 Jahre alten Backpacker, der vermutlich zum ersten Mal von zuhause weg ist, bis zum Ehepaar Mitte 50 auf Kultururlaub ist hier alles vertreten.

Reaksmey Chanreas. (Foto: Sören Peters)

Reaksmey Chanreas. (Foto: Sören Peters)

Wir hatten uns für das Reaksmey Chanreas Hotel entschieden, kostete rund 30 Euro pro Nacht im Doppelzimmer, Frühstück inklusive. Strategisch ist das Haus recht günstig gelegen: Die Pub Street, der Old Market und der Nachtmarkt sind fußläufig zu erreichen. Zudem gibt es einen kleinen Pool, um sich nach den Erkundungstouren abzukühlen.

Typisches Khmer-Gericht: Fish Amok im Red Piano. (Foto: Sören Peters)

Typisches Khmer-Gericht: Fish Amok im Red Piano. (Foto: Sören Peters)

Auch das kulinarische Angebot in Siem Reap ist so international wie die Touristenmassen: Von Tex-Mex über Pizza bis zum typischen Khmer-Essen ist hier alles zu haben (auch in jeder Preisklasse und jeder Qualität). Hinter dem Nachtmarkt gibt es ein paar nette Straßenlokale mit Garküchen und Grills, auch die Restaurants am Old Market machten einen guten Eindruck (unbedingt das Chicken-Amok probieren!).  Einen Abend zuvor hatten wir das „Red Piano“ an der Pub Street ausprobiert, wo sogar schon Angelina Jolie während der Dreharbeiten zu Tomb Raider gegessen haben soll und ein Drink nach ihr benannt wurde (jeder zehnte ist kostenlos).

Typisch für Siem Reap? Wartende Tuk-Tuk-Fahrer vor einem Kolonialgebäude, in dem ein Restaurant mit westlichem essen untergebracht ist. (Foto: Sören Peters)

Typisch für Siem Reap? Wartende Tuk-Tuk-Fahrer vor einem Kolonialgebäude, in dem ein Restaurant mit West-Essen untergebracht ist. (Foto: Sören Peters)

Siem Reap ist aber auch die Stadt der wohl nervigsten Tuk-Tuk-Fahrer, die wir während unserer Tour erlebt haben. Schon beim Verlassen des Hotels schallte uns ein „Tuk-Tuk, Sir?“ entgegen. Keine 20 Meter weiter, bis zum nächsten Supermarkt, wurden wir rund fünf Mal angequatscht. Mal war es nur das Angebot einer Fahrt zu den Tempeln, mal sollte es zur Shooting Range gehen, zu den Schwimmenden Dörfern am/auf dem Tonlé Sap oder zur Lady Massage, inklusive „Bum-Bum“, versteht sich. Einzelne boten uns auch Marihuana an, als die Polizei quasi direkt daneben stand. Man kann es den Fahrern nicht verdenken, dass sie auch ein Stückchen des großen Touri-Kuchens abschneiden wollen, doch nach einer Weile ist das echt nervig.

Mönche schlendern durch eine Nebenstraße der Pub Street. (Foto: Sören Peters)

Mönche schlendern durch eine Nebenstraße der Pub Street. (Foto: Sören Peters)

Die Omnipräsenz der Fahrer hat aber immerhin den Vorteil, dass man zu jeder Tages- und Nachtzeit einen fahrbaren Untersatz bekommen kann. Besonders zwischen halb fünf unf fünf am frühen Morgen. Dann macht sich die Karawane auf den Weg nach Norden zu den Tempeln von Angkor…

Weitere Eindrücke hier in der Fotogalerie und im flickr-Stream!

Sören Peters

Entlang der Pub Street und in den abzweigenden Gassen schlägt das Herz des Nachtlebens. Ist es tagsüber relativ ruhig... (Foto: Sören Peters)

Entlang der Pub Street und in den abzweigenden Gassen schlägt das Herz des Nachtlebens. Ist es tagsüber relativ ruhig… (Foto: Sören Peters)

...ist abends schon ein wenig mehr Action geboten. Unterm Strich ist das Nachtleben in Siem Reap aber recht entspannt. (Foto: Sören Peters)

…ist abends schon ein wenig mehr Action geboten. Unterm Strich ist das Nachtleben in Siem Reap aber recht entspannt. (Foto: Sören Peters)

Weitere Restaurants befinden sich gegenüber des alten Marktes. (Foto: Sören Peters)

Weitere Restaurants befinden sich gegenüber des Old Market. (Foto: Sören Peters)

Von Krimskrams, über Stoffen bis hin zu Gewürzpasten wird hier alles angeboten. (Foto: Sören Peters)

Von Krimskrams, über Stoffen bis hin zu Gewürzpasten wird hier alles angeboten. (Foto: Sören Peters)

Reissäcke im Old Market. (Foto: Sören Peters)

Reissäcke im Old Market. (Foto: Sören Peters)

Wer in Angkor genügend alte Tempel gesehen hat, kann sich in der Nähe der Old Market Arean den Wat Preah Prom Rath anschauen. (Foto: Sören Peters)

Wer in Angkor genügend alte Tempel gesehen hat, kann sich in der Nähe der Old Market Arean den Wat Preah Prom Rath anschauen. (Foto: Sören Peters)

Die gepflegte Anlage steht im Kontrast zu den sonst eher etwas schmuddelig wirkenden Straßen. (Foto: Sören Peters)

Die gepflegte Anlage steht im Kontrast zu den sonst eher etwas schmuddelig wirkenden Straßen. (Foto: Sören Peters)

Auf der anderen Seite des kleinen Flusses, der Siem Reap teilt, gibt es jeden Abend einen kleinen Kreativmarkt, auf dem Kunsthandwerk und Kitsch auf Abnehmer suchen. Immerhin soeht's nett aus. (Foto: Sören Peters)

Auf der anderen Seite des kleinen Flusses, der Siem Reap teilt, gibt es jeden Abend einen kleinen Kreativmarkt, auf dem Kunsthandwerk und Kitsch auf Abnehmer suchen. Immerhin soeht’s nett aus. (Foto: Sören Peters)

Der Rest der Stadt ist eher unspektakulär. (Foto: Sören Peters)

Der Rest der Stadt ist eher unspektakulär. (Foto: Sören Peters)

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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