Do’s und Dont’s im Pub: Wegweiser durch das soziale Minenfeld

21. Mai 2014

London

Ein Pint geht immer - wenn man die Spielregeln kennt. (Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/cmbellman/8488700186/">Anders Adermark</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">cc</a>)

Ein Pint geht immer – wenn man die Spielregeln kennt. (Foto: Anders Adermark via photopin cc)

Mit schöner Regelmäßigkeit kann man in den Londoner Pubs beobachten, wie Touristen vom Kontinent auf die Nase fallen, zumindest bildlich. Wer auf einen Kellner wartet und dann noch die falsche Bestellung aufgibt macht sich so beliebt wie ein Düsseldorfer, der in Köln ein Alt bestellt. Sechs Benimmregeln für das verlängerte Wohnzimmer der Briten:

1. Bestellt wird an der Theke! Wer sich an einen Tisch setzt und auf einen Kellner wartet, wird an dem Tag nicht mehr allzu viel unternehmen können.

2. Mach Dir vorher Gedanken, was Du bestellen willst! Die Formulierung „One beer, please“ wirft mehr Fragen auf als alles andere. Menge, Sorte, Marke? Siehste! Das Lager kommt unserem Pils am nächsten, hoch im Kurs stehen Carling, Heineken, Fosters, Stella usw. Gemessen wir die Menge in Pint (0,57 Liter) oder half-pint, quasi die Frauenversion.

3. Wenn Du im Pub etwas essen möchtest, halte Deine Tischnummer bereit! Auch das Essen wird an der Theke bestellt, jedoch anders als das Getränk, das man sofort wegträgt, zum Platz gebracht.

Mein persönlicher Favorit: John Smith's. (Foto: Sören Peters)

Mein persönlicher Favorit: John Smith’s – das meistverkaufte Ale in UK. (Foto: Sören Peters)

4. Einer für alle! Klingt ritterlich und ist auch eine gute Sache. Gemeint ist: Wenn sieben Leute gemeinsam ins Pub gehen, holt einer die Runde für alle. Wenn nun noch alle verschiedene Sachen bestellen, trainiert das zudem das Gedächtnis.

5. Du hast bezahlt und Dein Getränk steht vor dir? Dann verschwinde von der Theke! Oder steht da etwa ein Barhocker? Der Laden ist groß genug und in den meisten Fällen gibt es auch Stehtische, wenn alle Sitzplätze besetzt sind. Andere wollen auch bestellen.

6. Trinkgeld gibt’s nicht. Noch Fragen?

Besonders gut beobachten kann man das Schauspiel übrigens in den zentralen Pubs der Wetherspoon-Kette, etwa im Lord Moon of the Mall (Whitehall) oder Montague Pyke (Charing Cross Road).

Sören Peters

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

2 Kommentare - “Do’s und Dont’s im Pub: Wegweiser durch das soziale Minenfeld”

  1. Jonas Sagt:

    Aber ist es auch nicht bei uns auch üblich?!, wenn ich mit freunden in eine Kneipe gehe bestelle ich doch auch für alle? bzw man wechselt sich immer ab! oder?!

    Antwort

    • soerenpeters84 Sagt:

      Sollte eigentlich auch selbstverständlich sein, habe ich aber leider oft anders beobachtet, etwa dass fünf Leute vor der Theke den Platz blockieren und jeder für sich bestellt.

      Antwort

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