Spuk im Pub: Geisterstunde an der Theke

9. April 2014

London

Symbolbild: Die Geisterstunde in London findet nicht zwingend um Mitternacht statt. Die Gespenster halten sich brav an die Öffnungszeiten der Pubs. (Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/94150506@N08/10432464436/">vasilennka</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">cc</a>)

Die Geisterstunde in London findet nicht zwingend um Mitternacht statt. Die Gespenster halten sich brav an die Öffnungszeiten der Pubs. (Foto: vasilennka via photopin cc)

An keinem anderen Ort auf der Welt ist die Gespenster-Dichte so hoch wie in London. Vor allem in Pubs treiben Geister ihr Unwesen. Ob die paranormalen Erscheinungen auf den Alkoholkonsum zurückzuführen sind oder auf die Geschichten, die sich an der Theke abspielten, sei mal dahingestellt. Vielleicht habt Ihr ja Glück und trefft einen der Geister. In folgenden drei Pubs ist die Wahrscheinlichkeit besonders groß:

Ganz anders das "Prospect of Whitby" - London's oldest Riverside Inn. Seit dem 16. Jahrhundert wird hier Bier gezapft. An die Zeit der schnellen Gerichtsverfahren erinnert ein Galgen hinter dem Gebäude. (Foto: Sören Peters)

„The Prospect of Whitby“ – London’s oldest Riverside Inn. Ein Galgen hinter dem Haus erinnert an allzu schnelle Gerichtsverfahren. (Foto: Sören Peters)

The Prospect of Whitby Londons ältester „Riverside Inn“ hat in der Zeit um 1520 eröffnet und war lange Zeit unter dem Namen „Devil´s Tavern“ bekannt. Vor allem Richter Jeffreys soll hier sein „Unwesen“ getrieben haben. Die Verurteilten ließ er bei Ebbe hinter dem Pub an Pfähle fesseln. Der Lauf der Gezeiten vollstreckte das Urteil. An die raue Zeit erinnert heute noch ein Galgen hinter der Gaststätte. Und auch Judge Jeffreys soll ab und zu noch nach dem Rechten sehen. (57 Wapping Wall, Wapping, London E1W 3SH)

Sieht einladend aus, ist aber nichts für schwache Nerven: The Grenadier in Belgravia. (<a href="http://www.flickr.com/photos/southeasternstar/9441104479/">SouthEastern Star ★</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">cc</a>)

Sieht einladend aus, ist aber nichts für schwache Nerven: Der Grenadier-Pub im schicken Belgravia. (Foto: SouthEastern Star ★ via photopin cc)

The Grenadier in Belgravia ist der wohl bekannteste Geister-Pub in London. Die Geschichte reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert. Cedric, ein junger Soldat, soll hier seine Kollegen beim Kartenspielen übers Ohr gehauen haben. Der Betrug flog auf und seine Kameraden verpassten dem Grenadier eine Tracht Prügel, die er nicht überlebte. Das genaue Datum ist nicht bekannt, allerdings mehren sich die paranormalen Aktivitäten im Pub jeweils im September. In den vergangenen 100 Jahren haben Besucher immer mal wieder versucht, Cedrics Schuld zu begleichen, indem sie Geldscheine an die Zimmerdecke klebten.
(18 Wilton Row, Belgrave Square, London SW1X 7NR)

Im "Globe" treibt der ehemalige Besitzer sein Unwesen. (Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/55935853@N00/2883663960/">Ewan-M</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">cc</a>)

Im „Globe“ treibt der ehemalige Besitzer sein Unwesen. (Foto: Ewan-M via photopin cc)

The Globe direkt gegenüber der Station Baker Street und einen Steinwurf von Madame Tussaud entfernt bekommt hin und wieder Besuch von seinem ehemaligen Besitzer, William Thornton. Der gute Mann lag 1836 todkrank in seinem Bett. Er schickte seine Bardame in den Keller, um ihm einen Likör zu holen, als sie zurückkam, fand sie Thornton mit durchgeschnittener Kehle in seinem Bett. Offizielle Todesursache ist Suizid, allerdings scheint Thornton noch mit wem ein Hühnchen rupfen zu wollen. Anders lassen sich seine unregelmäßigen Besuche wohl kaum erklären.
(43 – 47 Marylebone Road, Marylebone, London NW1 5JY)

Sören Peters

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

One Comment - “Spuk im Pub: Geisterstunde an der Theke”

  1. Luis Sagt:

    hihihi Sören,

    ich war im Grenadier anfang September letzten Jahres und habe gehoft den Soldaten zu treffen jedoch auch nach fünf Bier hatte ich keinen gesehen! Aber die Einheimischen sind überzeugt von deren exsistenz :p crazy Lonon :D

    Antwort

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