Best Blog Award: Blogstöcken

18. Februar 2014

Woanders

Symbolbild: Staffellauf. (Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/sangudo/8496197129/">Sangudo</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">cc</a>)

Symbolbild: Stabübergabe beim Staffellauf. (Foto: Sangudo via photopin cc)

Ein Blogstöckchen ist eine Art Kettenbrief für Blogger. Das bedeutet: Ich beantworte auf meiner Seite elf Fragen. In diesem Fall wurden diese gestellt von Elke Weiler (meerblog.de). Daraufhin denke ich mir elf neue Fragen aus und reiche das Blogstöckchen weiter. Aber: Jeder setzt einen Link auf denjenigen, der das Staffelholz geworfen hat. Euer Vorteil: Ihr lernt neue, lesenswerte Reiseblogs (und die Menschen dahinter) kennen.

1. Gib es einen Ort, der dich über die Maßen beeindruckt hat in deinem bisherigen Reiseleben?
Bislang fand ich jeden Ort auf seine eigene Art und Weise beeindruckend. Schnurgerade Häuserschluchten in New York, schroffes Gebirge in Nordportugal, malerische Buchten in Thailand, wuseliger Verkehr in Saigon und und und.

2. An welchen Ort möchtest du auf keinen Fall zurück, weil du ein sehr unangenehmes Erlebnis mit ihm verbindest?
Ein unangenehmes Erlebnis verbinde ich mit dem Hinterland von Mui Ne in Vietnam. Nach einem Besuch in den Sanddünen wollten wir zurück in den Hauptort wandern, haben uns jedoch ein wenig verlaufen und standen plötzlich zwischen Gräbern und Fischereibetrieben. Unter einem Baum warteten fünf, sechs Männer mit Mopeds. Als wir ihr Angebot uns zu fahren dankend ablehnten, warfen sie uns aus einiger Distanz zwei, drei Steine hinterher. Mui Ne würde ich zwar wieder fahren, jedoch nicht die abgelegenen Straßen entlanglaufen.

3. Welches war die lustigste, peinlichste oder gefährlichste Situation auf einer deiner Reisen? (Gerne mit Beweisfoto!)
Okay, ich wähle die Peinlich-Variante. Während eines Reiseleiter-Jobs in London sind des Öfteren mal peinliche Dinge passiert, etwa dass man den Gästen ein geniales Café anpreist, dieses aber just an diesem Tag umgebaut wird und man mit 40 Leuten vor einer Baustelle steht.

4. Welche Maßnahme wirkt auf Reisen völkerverbindend, wenn du die Sprache nicht sprichst?
Mit einem netten Lächeln sowie einem freundlichen, bescheidenen Auftreten liegt man nie daneben, denke ich. Ansonsten gilt: When in Rome do as the Romans do: Sich ein paar Gesten bei den Einheimischen abschauen, etwa in Vietnam Geldscheine oder Dokumente mit beiden Händen zu übergeben oder in Singapur die Visitenkarte seines Gegenüber während des Gesprächs auf dem Tisch liegen zu lassen.

Überblick über die Stadt vom Parc Güell aus. (Foto: spe)

Blick vom Parc Güell über Barcelona.

5. Hast du dich auf einer Reise schon einmal verliebt? (Egal, ob in einen Fremden, in betörende Farben oder das Meer)
Das passiert mir ständig! Das erste Mal als Kind, da habe ich mich unsterblich in die Insel Langeoog verliebt – und das hält bis heute noch an. Die nächste große Liebe war Barcelona, wo ich dann später auch gelebt und gearbeitet habe. Als Kind des Ruhrgebiets hat mich der „morbide Charme“ in seinen Bann gezogen – auch das hält bis heute an. Barcelona ist ein Teil von mir geworden. Und natürlich Südostasien: Quirlige Städte, atemberaubende Natur, das Aufeinanderprallen von Tradition und Moderne… ich merke gerade, dass ich mich recht schnell in Orte verliebe.

Ein Touristen-Pärchen betrachtet die Sehenswürdigkeiten Lissabons. (Foto: sören Peters)

Pärchen am Miradouro da Nossa Senhora do Monte in Lissabon.

6. Welche Stadt ist für dich die romantischste der Welt? But why?
Ich bin zwar so romantisch veranlagt wie ein Nudelholz, aber wenn ich mich auf einen Ort festlegen muss, dann nehme ich Lissabon. Sonnenuntergänge am Tejo oder an den Aussichtspunkten, urige Restaurants, Seefahrer-Romantik (aha!) und alte verwinkelte Gassen…doch, Lissabon!

7. Reizen dich abenteuerliche Orte, die nur auf schwierigem Wege zu erreichen sind?
Klar!

8. Hast du schon einmal eine Nacht in einer Hängematte verbracht oder möchtest du das gerne – inmitten der Wildnis?
Hm, während der Grundausbildung bei der Bundeswehr musste ich mich mal eine Nacht lang einbuddeln. Mitten im Winter war das. Habe gefroren wie ein Schneider bis ich dann irgendwann auf dem Gewehr eingeschlafen bin. Würde diese Erfahrung aber gerne mal auf Reisen machen – wenn es etwas wärmer ist. Also nicht eingebuddelt, aber gerne in der Wildnis oder in einer Hängematte.

9. Wie flexibel bist du? Könntest du dich – für die Dauer von einigen Wochen oder gar Monaten – auf kulturelle Gepflogenheiten einlassen, die sich komplett von deinen unterscheiden?
Ich denke schon. In meinem bisherigen Berufsleben habe ich gelernt, Hierarchien, wie sie nun einmal in jeder gesellschaftlichen Gruppe vorkommen, anzuerkennen und meinen Platz darin zu finden. Und da ich mich für sehr anpassungsfähig halte, sähe ich kein Problem darin.

Was die Nährwerte angeht, sind die Viecher eine echte Alternative zu Chips, Flips und Co. (Foto: killerturnip via photopin cc)

Heu-snacken. (Foto: killerturnip via photopin cc)

10. Würdest du auf Reisen auch typische Gerichte probieren, die du normalerweise nie essen würdest (z.B. Meerschweinchen in Peru)?
Was solche Dinge angeht, bin ich ziemlich neugierig und habe wenige Berührungsängste. Inzwischen suche ich auch bewusst nach Geschmacksabenteuern. Probieren würde ich alles mal.

11. Und last but not least – das muss ich als Meerbloggerin fragen: Hast du ein Lieblingsmeer?
Jau! Auch da bin ich wieder von meiner Kindheit geprägt. Ich liebe die Nordsee mit all ihren Facetten. Am liebsten im Herbst, wenn es windig ist und mir ab und an etwas Nieselregen horizontal entgegen kommt.

Jetzt ist es an der Zeit, das Blogstöckchen weiterzureichen. Dazu habe ich mir elf indiskrete Fragen überlegt. Wer diese beantworten möchte, schreibt einfach eine E-Mail an fluchtplan (at) gmx.de

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

One Comment - “Best Blog Award: Blogstöcken”

  1. Elke Sagt:

    Danke für die ehrlichen Antworten, Sören. Und Nordsee ist eine sehr, sehr gute Wahl!!! :-)

    Antwort

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