Essen in Lissabon: Wohin? Wohin besser nicht?

24. Januar 2014

Lissabon, Portugal

Gemischte Fischplatte für 12,50 Euro. Kein Scnapper wie im Norden, aber im Vergleich zu deutschland unschlagbar günstig. (Foto: Sören Peters)

Gemischte Fischplatte für 12,50 Euro. Kein Scnapper wie im Norden, aber im Vergleich zu deutschland unschlagbar günstig. (Foto: Sören Peters)

Eine Facebook-Freundin hat mich neulich gefragt, ob ich nicht ein paar Restaurant-Tipps für Lissabon auf Lager hätte. Klar hab ich die – und suchte gleich nach einem Link. Dabei habe ich festgestellt, dass ich über das Essengehen in Lissabon noch gar nichts geschrieben hab. Höchste Zeit also. Mit folgenden Restaurants haben wir immer gute Erfahrungen gemacht:

Das Paço Real an der Rua da Conceição wirkt recht unscheinbar, erwies sich aber als Glücksgriff. (Foto: Sören Peters)

Das Paço Real an der Rua da Conceição wirkt recht unscheinbar, erwies sich aber als Glücksgriff. (Foto: Sören Peters)

Was ich immer empfehlen kann, ist das Paço Real an der Rua da Conceição (die Fußgängerzone Rua Augusta bis zu den Straßenbahnschienen laufen und dann links abbiegen). Das eigentlich unscheinbare Restaurant war mir bei einer Fahrt mit der Tram 28 aufgefallen. Viele Angestellte aus den umliegenden Büros scheinen hier ihre Mittagspause zu verbringen. Das Lokal ist zweckmäßig und urig eingerichtet, der Service in Ordnung, das Essen authentisch und lecker. Fisch und Meeresfrüchte kommen hier ganz frisch auf den Teller. Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, garantiert keine Tourifalle!

Eine frische Dorade, Gemüse und Olivenöl - was will man mehr? (Foto: Sören Peters)

Eine frische Dorade, Gemüse und Olivenöl – was will man mehr? Übrigens: Typisch für Portugal sind die weißen Papiertischdecken. (Foto: Sören Peters)

Auch das Restaurante Dom João I. konnte bei mir punkten. Das Lokal befindet sich an der Ecke Rua Dom Duarte / Travessa Nova de São Domingos, gegenüber des Hotels Mundial (Orientierung: Praça Figueira). Von der frischen Dorade bis zur Francesinha (Fleisch auf Fleisch mit noch mehr Fleisch) sind alle am Tisch satt geworden. Einen Minuspunkt gibt es jedoch für die fliegenden Händler, die von Zeit zu Zeit hereinkommen und einem während des Essens ihren Plunder unter die Nase halten. Ansonsten haben Qualität und Preis gestimmt.

Bifana in einer Snackbar. Fehlt eigentlich nur noch ein Klecks Senf aus einer gelben Plastikflasche. Ob es ein Super Bock oder ein Sagres dazu gibt, ist eigentlich schnurz. (Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/asun/2104268043/">islandlife</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">cc</a>)

Bifana in einer Snackbar. Fehlt nur noch ein Klecks Senf aus einer gelben Plastikflasche. Ob es ein Super Bock oder ein Sagres dazu gibt, ist eigentlich schnurz. (Foto: islandlife via photopin cc)

Das Beira Gare, direkt neben dem Rossio-Bahnhof gelegen, ist eigentlich als Snack-Bar deklariert. Wir haben das Lokal an einem Freitagabend besucht, als wir vor einer Tour durch das Partyviertel Bairro Alto auf der Suche nach einer ordentlichen Grundlage waren. Bifana (Fleisch im Brötchen) und ein Bier sind für viele vielleicht nicht das typische Restaurant-Essen, doch eine solide typisch-portugiesische Stärkung – und allemal besser als das übliche Fast Food.  Ein beliebter Bifana-Laden befindet sich im Übrigen auch an der Praça Figueira.

Das Restaurant Lautasco (Alfama) hat einen der wohl schönsten Innenhöfe, für das Ambiente zahlt man aber mit. (Foto: Sören Peters)

Das Restaurant Lautasco (Alfama) hat einen der wohl schönsten Innenhöfe, für das Ambiente zahlt man aber mit. (Foto: Sören Peters)

Ein paar schickere Restaurants gibt es an den Docas. Hier kann man direkt am Fluss frische Meeresfrüchte essen und den Abend danach mit einem Cocktail und dem Blick auf Cristo Rei ausklingen lassen. Die Qualität ist in Ordnung, das Ambiente hat jedoch seinen Preis. Gleiches gilt für Alfama. Hier gibt es einige Tourifallen, in denen zum Essen noch Fado gespielt wird – oder man zu Fado Essen bekommt. In diesem Viertel waren wir im Lautasco, etwas versteckt in einem Hinterhof. Zwar auch ein bisschen teurer, aber wir waren mit dem Abend zufrieden. Die User von Tripadvisor sind geteilter Meinung.

Vorsicht ist geboten an der Rua dos Correiros sowie an der Rua Portas de Santo Antão (nördlich und südlich des Rossio). Hier werben die Schlepper massiv um Kunden. Für mich persönlich immer ein schlagendes Argument, den Laden tunlichst zu meiden. Viele Besucher glauben zudem, dass Brot, Butter und Oliven, die ungefragt auf den Tisch gestellt werden, ein Ausdruck der portugiesischen Gastfreundschaft seien. Umso erstaunter sind sie dann, wenn die Rechnung kommt. Also: Entweder sofort zurückgehen lassen oder bezahlen! Außerdem beachten: Mittagessen gibt es von zwölf bis etwa 14 Uhr! Danach ist die Küche bis zum Abend kalt und es bleiben nur Snack Bars oder Fast-Food-Ketten als Alternative.

Weitere Restaurants in Lissabon werde ich am kommenden Wochenende ausprobieren, wenn ich mit der Familie meinen 30. Geburtstag feiere. Im Vorfeld haben wir uns schon ein paar Läden im Bairro Alto angeschaut. Vielen eilt der Ruf voraus, ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten, doch davon werden wir uns mal selbst überzeugen. Wie es war, werdet Ihr dann hier lesen.

Was für den süßen Zahn gefällig? Auf nach Belém!

Sören Peters

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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