Zwischen Affen, Göttern und Dämonen: Ein Besuch in den Batu-Höhlen

22. Januar 2014

Asien, Malaysia

Nicht einmal eine halbe Stunde dauert die Fahrt mit dem Pendlerzug (Komuter) zu den Batu Caves. (Foto: Sören Peters)

Nicht einmal eine halbe Stunde dauert die Fahrt mit dem Pendlerzug (Komuter) zu den Batu Caves. Markanteste Sehenswürdigkeit ist eine 43 Meter hohe Statue des Gottes Murugan. Daneben führen 272 steile Stufen hinauf… (Foto: Sören Peters)

Mehrere Hindu-Tempel, freilaufende Affen und eine 43 Meter hohe Statue des Gottes Murugan gibt es rund 15 Kilometer nördlich von Kuala Lumpur zu sehen. Ab der Station KL Sentral geht es in zirka 20 Minuten zu den Batu-Höhlen. Die Fahrt kostet nicht viel mehr als einen Euro und die Orientierung ist auch recht leicht: Die Endstation heißt praktischerweise „Batu Caves“ von der Haltestelle kann man bereits den Höhlen- und Tempelkomplex sehen.

Zugang zur Haupthöhle. (Foto: Sören Peters)

… zumZugang zur Haupthöhle. (Foto: Sören Peters)

Markantestes Merkmal dürfte die Statue des Gottes Murugan sein, die seit 2006 die Besucher begrüßt. Die meisten Schreine in den Höhlen erzählen die Geschichte seines Sieges über den Dämon Soorapadam. An zahlreichen Tauben vorbei geht es zu den 272 Treppenstufen, die zu den Kalksteinhöhlen hinauf führen – aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ein schweißtreibendes Unterfangen. Begleitet wird man dabei von freilaufenden Affen. Einige Besucher halten sogar Kokosnüsse oder Brotstücke bereit, um die Tiere zu füttern, umso schwieriger fällt es ihnen jedoch, die Affenbande hinterher wieder loszuwerden. Oben angekommen, sieht man in der Ferne die Stadt unter einer dunstigen Glocke liegen, und auch in den Höhlen selbst ist es eher stickig-schwül als kühl.

Der Weg dorthin führt durch diese Höhle. (Foto: Sören Peters)

Rund 100 Meter hoch die diese Höhle. Sie führt zum… (Foto: Sören Peters)

Das merkt man schon beim Betreten der rund 100 Meter hohen Haupthöhle. Wer genau hinsieht, wird an der Decke kleine Öffnungen entdecken, durch die zwar ein bisschen Tageslicht hineinströmt, aber keine frische Luft. Der beeindruckendste Tempel jedoch befindet sich noch eine Höhle weiter in einer Art Trichter. Frische Luft ist aber auch hier so gut wie gar nicht vorhanden.

Mitten in einer Höhle befindet sich dieser Hindutempel. (Foto: Sören Peters)

…beeindruckendsten Tempel des Komplexes. (Foto: Sören Peters)

Was ist gut, was ist schlecht? Die Höhlen sind allesamt kostenlos zu betreten. Eintritt wird nicht verlangt, allerdings wird um Spenden gebeten. Wer die Tempel betreten möchte, sollte die entsprechende Kleiderordnung respektieren. Ein Besuch des Höhlensystems an sich ist jedoch mit kurzer Hose möglich – zumindest waren außer uns noch zahlreiche andere Besucher so unterwegs. Etwas befremdlich wirken die Verkaufsstände am Zugang zur Haupthöhle, das Gesamtbild passt nicht zu einem so spirituellen Ort. Auf den Treppen sollte man aufpassen, nicht in die Hinterlassenschaften der Affen zu treten. Zudem ist ein Mückenschutz ratsam – das feucht-heiße Klima ist ein Paradies für die Viecher.

Etwas deplatziert wirken die Souvenirbuden am Eingang. (Foto: Sören Peters)

Etwas deplatziert wirken die Souvenirbuden am Eingang. (Foto: Sören Peters)

Praktisch Der Komuter-Zug fährt alle 20 Minuten ab KL Sentral oder Kuala Lumpur, ebenso geht es alle 20 Minuten von den Höhlen zurück Richtung Stadt. Wer sich die Höhlen nur kurz anschauen möchte, sollte eineinhalb bis zwei Stunden Aufenthalt einplanen, am besten morgens, bevor es voll wird.

Mehr über Kuala Lumpur in der Fotogalerie

Sören Peters

Eine Attraktion für sich sind die freilaufenden und alles andere als scheuen Affen. (Foto: Sören Peters)

Eine Attraktion für sich sind die freilaufenden und alles andere als scheuen Affen. (Foto: Sören Peters)

Masochistische Rituale beim Thaipusam-Fest. Zahlreiche Pilger feiern jedes Jahr im Januar/Februar den Geburtstag von Gott Murugan an und in den Batu-Höhlen. (Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/fleecircus/5372538674/">FLEECIRCUS</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">cc</a>)

Masochistische Rituale beim Thaipusam-Fest. Zahlreiche Pilger feiern jedes Jahr im Januar/Februar den Geburtstag von Gott Murugan an und in den Batu-Höhlen. (Foto: FLEECIRCUS via photopin cc)

Advertisements
, , , , , , , , ,

Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

Zeige alle Beiträge von Sören Peters

PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: