Vietnam Airlines: Besser als ihr Ruf

15. Januar 2014

Asien, Vietnam

Boeing 777 der Vietnam Airlines wie sie auf der Langstrecke zum Einsatz kommt. Unsere Erfahrungen mit der Skyteam-Airlines waren besser als der Ruf, der ihr im Internet vorauseilt. (Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/yakusa77/4519887413/">yakusa77</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">cc</a>)

Boeing 777 der Vietnam Airlines wie sie auf der Langstrecke zum Einsatz kommt. Unsere Erfahrungen mit der Skyteam-Airline waren besser als der Ruf, der ihr im Internet vorauseilt. (Foto: yakusa77 via photopin cc)

Wer den gängigen Airline-Bewertungsportalen im Internet vertraut, wird wohl nie einen Fuß an Bord der Vietnam Airlines (VN) setzen. Dabei waren unsere Erlebnisse weitaus besser als der Ruf der Skyteam-Airline, wenn auch mit kleinen Einschränkungen. Die schlimmsten Horrorstorys aus dem Internet haben sich jedenfalls nicht bestätigt. Von durchgesessenen Sitzen ist da die Rede, von horrenden Verspätungen, von unfreundlichem Personal, kleinen Bildschirmen oder gar komplett fehlendem Entertainment und von schlechter Wartung. Vor allem die Langstreckenverbindungen von Europa nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon/SGN) und Hanoi (HAN) kommen schlecht weg.

Europäisches Essen auf dem Flug von Frankfurt nach Ho-Chi-Minh-Stadt. (Foto: Sören Peters)

Europäisches Essen auf dem Flug von Frankfurt nach Ho-Chi-Minh-Stadt. (Foto: Sören Peters)

Frankfurt – Saigon Vorweg: Wir haben uns während des gesamten Fluges weder gelangweilt noch unsicher gefühlt! In der Sitztasche vor einem findet man die Speisekarte. Da wir jedoch sehr weit hinten saßen, konnten wir nicht mehr zwischen asiatischem und europäischem Essen wählen, doch das Rindfleisch mit Rotkohl und Klößen war für Flugzeugverhältnisse absolut in Ordnung. Einziges Manko war, dass das der Bildschirm in der Rückenlehne vor mir nicht richtig funktionierte, langweilig wurde es aber trotzdem nicht. Ein Buch, Musik und Herumalbern mit dem Kumpel reichten als Unterhaltung vollkommen aus. Während des gesamten Fluges gab es alkoholfreie Getränke (was eigentlich der Normalfall sein sollte) sowie Bier, Wein und Longdrinks. Auf Wunsch gab es zudem Instant-Nudelsuppen, quasi als Mitternachts-Snack.

Einziges Manko: Fehlendes Entertainment. Doch wer braucht schon sowas, wenn man ein Buch, Musik und lustige Mitreisende hat. (Foto: Sören Peters)

Einziges Manko: Fehlendes Entertainment. Doch wer braucht schon sowas, wenn man ein Buch, Musik und lustige Mitreisende hat. (Foto: Sören Peters)

Saigon – Bangkok – Hanoi Die kurzen Strecken zwischen Vietnam und Bangkok vergingen recht flott. Auch auf den kurzen Strecken gab es eine Mahlzeit und Getränke. Etwas chaotisch war jedoch der Umstieg in SGN. Alle Passagiere mit Anschlussflügen, in unserem Fall rund 80 Prozent der Maschine, mussten zu einem Transfer-Counter, wo die Bordkarten ausgehändigt wurden. Danach noch einmal durch den Security Check und zum Gate hasten. Das lief beim Rückflug entspannter: Hier bekamen wir gleich in Bangkok (BKK) die Bordkarten für den Anschlussflug ausgehändigt.

Blick in die Kabine. (Foto: Sören Peters)

Blick in die Kabine. (Foto: Sören Peters)

Hanoi – Frankfurt Ähnlich wie der Hinflug verlief auch der zweite Langstreckenflug ganz entspannt. Zwar war wieder nur eine von zwei Mahlzeiten verfügbar, aber wer sich daran nicht stört, hatte auch hier nichts zu meckern. Von den gut zwölf Stunden Flug konnte ich rund acht Stunden lang schlafen wie ein Baby (was vielleicht auch an den drei Gläsern Schlummifix-Wein lag) und wurde erst zum Frühstück wieder wach.

Sonnenaufgang über Südostasien. (Foto: Sören Peters)

Sonnenaufgang über Thailand. (Foto: Sören Peters)

Unterm Strich eine runde Sache, trotz der vorherigen Bedenken. Gerade wenn die Airline mal wieder Promo-Angebote raushaut und man für unter 550 Euro nach Südostasien jetten kann, sollte man sich von den schlechten Bewertungen nicht abschrecken lassen. Wir zumindest haben durchaus positive Erfahrungen mit VN gemacht.

Sören Peters

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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