Klarkommen auf Phuket: Wie ich mit Patong ins Reine kam

10. Januar 2014

Asien, Thailand

Ja, das ist wirklich Patong. Während die Nachtschwärmer noch ihren Rausch ausschlafen, hat man den Strand für ein, zwei Stunden (fast) für sich alleine. (Foto: Sören Peters)

Ja, das ist wirklich Patong. Während die Nachtschwärmer noch ihren Rausch ausschlafen, hat man den Strand fast für sich alleine. (Foto: Sören Peters)

In meinem ersten Beitrag habe ich Phuket mit Mallorca verglichen und Patong mit dem Ballermann. Die ersten drei Tage habe ich mich wirklich nicht wohl gefühlt. Warum das so war – hier lesen. Doch mit der Zeit habe ich den Ort in mein Herz geschlossen. Ähnlich wie an der Playa de Palma braucht man auch in Patong ein wenig Zeit, um sich einzuleben und herauszufinden, wie der Hase läuft. Und dass Phuket – genauso wie Mallorca – wunderschöne Ecken hat, ist nicht zu bestreiten. Es gab ein paar Augenblicke, die mich zu einem Fan von Phuket und Patong gemacht haben.

Frisches Seafood im Savoey an der Strandstraße. (Foto: Sören Peters)

Frisches Seafood im Savoey an der Strandstraße. (Foto: Sören Peters)

Großen Anteil daran hatte das Essen. Leute, wenn ihr nach Thailand fahrt, reichen Übernachtung und Frühstück vollkommen aus. Gerade in einem Ort mit touristischer Infrastruktur wie Patong kann man abends herrlich essen gehen. Man muss nur wissen, wo.

Pum's Thaifood. (Foto: Sören Peters)

Pum’s Thaifood. (Foto: Sören Peters)

Einer der kulinarischen Höhepunkte war Pum’s Thai Food. Filialen gibt es auf Koh Phi Phi, in Chiang Mai und eben in Patong, an der Haupt-Durchgangsstraße Rat Uthit, gleich neben Cristine’s Massage (ein rosa Betonklotz, in mehr als nur der Rücken entspannt wird). Den Köchen in der offenen Küche kann man bei der Zubereitung der Gerichte über die Schulter schauen und wer sich selbst ein paar Kniffe aneignen will, kann in der zugehörigen Kochschule einen Kurs belegen. Zudem gibt es im Restaurant zwei Kochbücher zu kaufen, die sich prima als Mitbringsel eignen.

Das Chiang Rai in einer Seitenstraße der Bangla Road serviert knackiges Gemüse, Fischfrikadellen und Rind mit Knoblauch und Pfeffer. (Foto: Sören Peters)

Das Chiang Rai in einer Seitenstraße der Bangla Road serviert knackiges Gemüse, Fischfrikadellen und Rind mit Knoblauch. (Foto: Sören Peters)

Die nächste positive Überraschung erlebten wir in einer Seitenstraße der Bangla Road, direkt gegenüber der Smile-Bar. Auf der Suche nach einem Obststand waren wir mittags in die kleine Gasse gestolpert, in der sich zwei, drei kleine, familiäre Restaurants befinden. Mama kocht, Tochter serviert, Sohn kassiert, Papa dirigiert. Ebenfalls einen guten Eindruck hinterließ das etwas teurere Savoey Seafood an der Strandstraße.

Tiger Beer. Rrrrrrr. (Foto: Sören Peters)

Tiger Beer. Rrrrrrr. (Foto: Sören Peters)

Thema Ausgehen: Auch wenn einige Läden entlang der Bangla Road gewissen Damen zur Kontaktaufnahme dienen, kann man als Jungs-Duo durchaus in Ruhe ein Bier trinken und das Treiben auf der Straße beobachten. Niemand wird zu seinem Glück gezwungen. Alles kann, nix muss. Das stetige Werben und Angequatsche haben wir mit der Zeit nicht mehr wahrgenommen. Von daher: Prost!

Poolbereich des The Kee. (Foto: Sören Peters)

Vorteil der guten touristischen Infrastruktur sind komfortable Hotels. Hier: Poolbereich des Kee Resort. (Foto: Sören Peters)

Aber: Nicht zu doll wegschießen! Es gibt gute Gründe, früh aufzustehen. Zum einen: Das Frühstück in den Hotels und Resorts ist wahnsinnig gut. Wir hatten uns im The Kee einquartiert. Es gibt nicht Schöneres, als mit frischen Früchten und Thai-Tee in den Tag zu starten. Zum anderen hat man den Strand fast für sich alleine, während andere noch ihren Rausch ausschlafen. Und wenn später doch mehr los sein sollte: Im Schatten eine Runde dösen, lesen und an das schlechte Wetter in Deutschland denken.

Nach und nach habe ich den „Kulturschock“ überwunden und Frieden geschlossen mit Phuket und Patong. Ein versöhnliches Ende. Ich würde wiederkommen.

Sören Peters

Sonnenuntergang am Hat Patong. (Foto: Sören Peters)

Sonnenuntergang am Hat Patong. Weitere Phuket-Eindrücke und praktische Infos gibt es hier in einer Fotogalerie zusammengefasst. (Foto: Sören Peters)

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

One Comment - “Klarkommen auf Phuket: Wie ich mit Patong ins Reine kam”

  1. Andi Sagt:

    Phuket ist im Prinzip zweigeteilt. Auf der Südseite befindet sich die touristische Seite mit hohen Preisen und jede Menge touristischer Infrastruktur. Auf der Ostseite spielt sich das ursprüngliche thailändische Leben ab. Mit niedrigen Preisen, Firmen, Restaurants, Märkten, Geschäften und wenigen Touristen. Auch gibt es dort noch viele Strände die nicht überlaufen sind. Schon nach der Fahrt über den Patong Hill in Richtung Kathu ist der Unterschied zwischen Touristengebiet und ursprünglichem thailändischem Flair sehr stark zu spüren. Für einen ruhigen Urlaub mit Freundin oder Familie ist Patong sicher der falsche Ort.

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