Ayutthaya: Auf den Spuren der alten Könige

7. Januar 2014

Asien, Thailand

Das wohl beliebteste Fotomotiv in Ayutthaya: Ein in die Baumwurzeln eingearbeiteter Buddhakopf. Zu sehen auf dem Gelände des Wat Mahathat. (Foto: Sören Peters)

Das wohl beliebteste Fotomotiv in Ayutthaya: Ein in die Baumwurzeln eingearbeiteter Buddhakopf. Zu sehen auf dem Gelände des Wat Mahathat. (Foto: Sören Peters)

Ayutthaya ist so eine Art thailändisches Bonn: Einst Hauptstadt und Königssitz, heute ein Stück Geschichte. Eines hat die heutige 54.000-Einwohner-Stadt der ehemaligen deutschen Hauptstadt jedoch voraus: Bis ins 18. Jahrhundert galt Ayutthaya als glanzvolle Metropole, was man von der Beethoven-Stadt am Rhein nicht gerade behaupten kann.

Diese große Vergangenheit des siamesischen Königreichs wird greifbar bei einem Besuch in Ayutthayas historischem Park, seit 1991 Weltkulturerbe der Unesco. Zerfallene Palastanlagen, beeindruckende Tempelruinen und gepflegte Grünanlagen prägen das Bild des historischen Stadtkerns, während der Rest der Stadt Bonn-Bad-Godesberg-ähnlich vor sich hin vegetiert. Die Sehenswürdigkeiten befinden sich allesamt auf einer Insel, die von den Flüssen Chao Phraya und Pa Sak umspült wird.

Wat Ratchaburana. (Foto: Sören Peters)

Wat Ratchaburana. (Foto: Sören Peters)

Anreise Ayutthaya erreicht man in gut zwei Stunden mit dem Zug ab Bangkok (Hualamphong). Die Bahn rattert vorbei an Wellblechsiedlungen und entlang der Ausfallstraße Richtung Norden. Nach dem Passieren des Don-Mueang-Flughafens prägen Wiesen und Golfplätze das Landschaftsbild. Die Fahrt kostet je nach Zug und Klasse zwischen 15 und 245 Baht. Zudem fährt ein Bus aus dem Norden Bangkoks (Busbahnhof an der Skytrain-Haltestelle Mo Chit).

Die Tuk Tuks in Ayutthaya sehen anders aus als die in Bangkok. Sie stammen angeblich aus einer japanischen Baureihe. Die Aufnahme entstand an der belebten Naresuan Alley. (Foto: Sören Peters)

Die Tuk Tuks in Ayutthaya sehen anders aus als die in Bangkok. Sie stammen angeblich aus einer japanischen Baureihe. Die Aufnahme entstand an der belebten Naresuan Alley. (Foto: Sören Peters)

Ankommen Vor dem Bahnhof werben Tuk-Tuk-Fahrer um Kunden. Viel günstiger kommt man jedoch mit der kleinen Fähre auf die Insel. Einfach gegenüber vom Bahnhof in die kleine Seitengasse, wo mehrere Essensstände aufgebaut sind. Die kleine Fähre kostet drei Baht pro Person (nicht einmal einen Cent) und transportiert auch bereits gemietete Fahrräder. Allerdings ist es weitaus einfacher, sich erst nach dem Übersetzen ein Rad zu leihen (Gebühr ca. 40 Baht/Tag = 1 Euro).

Im Wat Mahathat. (Foto: Sören Peters)

Im Wat Mahathat. (Foto: Sören Peters)

Orientierung Auf der Insel selbst konzentrieren sich die Sehenswürdigkeiten mehr oder weniger um den Rama Public Park. Zu erreichen sind die Wats entweder mit dem Rad  oder zu Fuß: In etwa 30 Minuten geht es über die Naresuan Alley zu den historischen Anlagen. Zurechtfinden kann man sich leicht. Die Straßen sind schachbrettartig angeordnet. Wer den Fähr-Anleger im Rücken lässt, kann den Historical Park kaum verfehlen.

Buddhafigur im Wat Mahathat. (Foto: Sören Peters)

Buddhafigur im Wat Mahathat. (Foto: Sören Peters)

Aufenthalt Um sich einen kurzen Überblick zu verschaffen, reicht ein Tagesausflug ab Bangkok vollkommen aus. Wer tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, sollte eine Übernachtung einplanen. Abends werden die Ruinen wunderschön illuminiert. Gasthäuser gibt es auf der Insel selbst sowie gegenüber vom Bahnhof. Der Eintritt zu den historischen Stätten kostet einmalig 50 Baht (1,25 Euro). Danach kommt man mit dem Ticket auch in die übrigen Tempelanlagen.

Der Wat Mahathat heißt so viel wie "Tempel der großen und heiligen Reliqie" und stammt aus dem 17. Jahrhundert. (Foto: Sören Peters)

Der Wat Mahathat heißt so viel wie „Tempel der großen und heiligen Reliqie“ und stammt aus dem 17. Jahrhundert. (Foto: Sören Peters)

Ärgernisse Neben dem ständigen Angequatsche der Tuk-Tuk-Fahrer sind uns die vielen streunenden Hunde negativ aufgefallen. Gerade nach einbruch der Dunkelheit besser die Augen offen halten.

Sören Peters

Nach einbruch der dunkelheit werden die Anlagen mit Licht in Szene gesetzt, hier der Wat Phra Sri Sanphet. (Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/cmdrgravy/2596346636/">CmdrGravy</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">cc</a>)

Nach Einbruch der dunkelheit werden die Anlagen mit Licht in Szene gesetzt, hier der Wat Phra Sri Sanphet. (Foto: CmdrGravy via photopin cc)

Die wohl günstigste Bahnfahrt meines Lebens - zwei Stunden Zugfahrt für 15 Baht - nicht einmal 50 Cent. Vorne: eintritt in den Geschichtspark. (Foto: Sören Peters)

Die wohl günstigste Bahnfahrt meines Lebens: zwei Stunden Zugfahrt für 15 Baht – nicht einmal 50 Cent. Vorne: Eintritt in den Geschichtspark. (Foto: Sören Peters)

Zum Abschluss noch etwas Praktisches: Das Baan Are Gong gegenüber vom Bahnhof steht noch als Übernachtungsmöglichkeit in manchen Reiseführern, schlafen wir hier so schnell aber niemand mehr. Hinten rechts im Bild ist der Fähranleger zu erkennen (blaues Schild). Wir haben ihn zunächst übersehen und uns danach einen Wolf gesucht. (Foto: Sören Peters)

Zum Abschluss noch etwas Praktisches: Das Baan Are Gong gegenüber vom Bahnhof steht noch als Übernachtungsmöglichkeit in manchen Reiseführern, schlafen wird hier so schnell aber niemand mehr. Hinten rechts im Bild ist der Fähranleger zu erkennen (blaues Schild). Wir haben ihn zunächst übersehen und uns danach einen Wolf gesucht. (Foto: Sören Peters)

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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