Guia: Heimat der scharfen Chicks

11. Oktober 2013

Portugal

Das Frango a Piri-Piri ist eines der portugiesischen Nationalgerichte. "Hauptstadt" des scharfen Hähnchens ist das Algarve-Städtchen Guia. (Fotos: Sören Peters)

Das Frango a Piri-Piri ist eines der portugiesischen Nationalgerichte. „Hauptstadt“ des scharfen Hähnchens ist das Algarve-Städtchen Guia. (Fotos: Sören Peters)

Was nicht scharf ist, ist kein richtiges Essen. Das ist jetzt einfach mal so! Ein Festival für den Gaumen ist daher ein Besuch im Restaurant Ramires in Guia. Das kleine Algarve-Städtchen in der Nähe von Albufeira ist die Heimat des Frango a Piri-Piri (Hähnchen mit scharfer Sauce).

Dabei ist die Geschichte des portugiesischen Nationalgerichts gar nicht mal so alt. Vor nicht einmal 50 Jahren, 1964, eröffnete José Carlos Ramires Cabanita sein kleines Lokal, um Matrosen und Fischer mit kleinen Häppchen („petiscos“) zu versorgen. Eher durch einen Zufall stieß er auf das Rezept für sein „Frango da Guia“, aus dem er nie einen Hehl gemacht hat. Zutaten sind 600 g Hähnchen, Olivenöl, Salz, Knoblauch, Piri-Piri – „und der Rest“. Um herauszufinden, woraus „der Rest“ besteht, soll ein Geschäftsmann sogar versucht haben, einen französischen Praktikanten in die Küche einzuschleusen. Sagt zumindest Ramires. Später musste sich er jedoch eingestehen: „Hätte ich den Erfolg des Rezeptes absehen können, hätte ich es mir patentieren lassen.“

Pilgerstätte für Feuerschlucker: Das Restaurant Ramires in Guia - eher zufällig stieß man hier auf das Rezept, ohne den späteren Erfolg absehen zu können. (Foto: Sören Peters)

Pilgerstätte für Feuerschlucker: Das Restaurant Ramires in Guia – eher zufällig stieß man hier auf das Rezept, ohne den späteren Erfolg absehen zu können. (Foto: Sören Peters)

Hätte, Wenn und Aber zum Trotz, nagt Ramires ganz gewiss nicht am Hungertuch. Das Restaurant ist stets gut besucht und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Mit ein bisschen Geld auf der hohen Kante brachte er es später bis zum Ortsvorsteher, sein Sohn ist Präsident des örtlichen Fußballvereins Guia FC. Welchen Trikot-Sponsor die Spieler auf ihrer (Hühner-)Brust durch die Liga tragen, dürfte wohl klar sein.

Die Preise sind dennoch fair. 13 Euro kostet ein ganzer Flattermann, der zwei Erwachsene satt macht. Hinzu kommen Tomatensalat und Pommes. Bei aller Liebe zum scharfen Essen, sollte man beim Nachwürzen Vorsicht walten lassen.

Weitere Infos über Ramires // Beispiel-Rezepte

Sören Peters

Links: Die Geschichte von Ramires. Rechts: Ramires. (Fotos: Sören Peters)

Links: Die Geschichte von Ramires. Rechts: Ramires. (Fotos: Sören Peters)

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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