Fátima: Portugals heiligster Ort

8. Oktober 2013

Portugal

Basilica Antiga und Christusstatue in Fátima. (Foto: Sören Peters)

Basilica Antiga und Christusstatue in Fátima. (Foto: Sören Peters)

Um ein Haar hätte es in Fátima eine vierte Erscheinung der Jungfrau Maria gegeben. Noch ein paar Minuten länger in der prallen Sonne, und ich hätte mich in die Riege von Lúcia dos Santos, Jacinta und Francisco Marto eingereiht. Den drei Hirtenkindern, so die Überlieferung, soll am 13. Mai 1917 auf einem freien Feld bei Fátima die Jungfrau Maria erschienen sein.

An jedem 13. der folgenden Monate, so die Ankündigung der Marienerscheinung, sollten die Kinder zu diesem Ort kommen. Zwar vereinbarten die drei Stillschweigen über die Erscheinung, doch Jacinta brach dieses und in den folgenden Monaten strömten immer mehr Schaulustige auf das Feld. Schließlich bezeugten am 13. Oktober 1917 Zehntausende, wie sich die Sonne, die einer Silberscheibe ähnelte, sich wie ein Feuerrad drehte. 13 Jahre später erklärte der Bischof von Leiria die Erscheinung als glaubwürdig und gestattete die öffentliche Verehrung „Unserer Lieben Frau von Fátima“.

Das weitläugige Areal des Santuário. Rechts eine kleine Kapelle, gegenüber die Igreja da Santissima Trindade. (Foto: Sören Peters)

Das weitläufige Areal des Santuário. Rechts eine kleine Kapelle, gegenüber die Igreja da Santissima Trindade. (Foto: Sören Peters)

Seitdem ist Portugals Nationalheilige allgegenwärtig. Vom Gefühl her ist ein Bildnis in jeder Kirche und in jedem Haushalt vorhanden. Ein Besuch des Wallfahrtsortes gehört für viele zum Pflichtprogramm einer Portugal-Tour. Ab Lissabon erreicht man Fátima bequem über die A1 in einer guten Stunde. Parkplätze sind in Hülle und Fülle vorhanden. Nach einem kurzen Fußweg gelangt man zum Santuário. Der Bereich rund um den großzügig angelegten Platz umfasst unter anderem die Dreifaltigkeitskirche (Igreja da Santissima Trindade), die viertgrößte katholische Kirche weltweit und die größte des 21. Jahrhunderts. Direkt gegenüber befindet sich die Basilica Antiga.

Die Kriche der Heiligsten Dreifaltigkeit wurde 2007 eingeweiht und ist mit rund 9.000 Plätzen die viertgrößte katholische Kirche der Welt. (Foto: Sören Peters)

Die Kriche der Heiligsten Dreifaltigkeit wurde 2007 eingeweiht und ist mit rund 9.000 Plätzen die viertgrößte katholische Kirche der Welt. (Foto: Sören Peters)

Neben dem Santuário gibt es noch eine kleine Fußgängerzone, die zumeist aus Souvenirläden und Restaurants besteht. Ein Besuch empfiehlt sich vor allem in den Morgenstunden, wenn es noch nicht so warm ist oder am Nachmittag, wenn die Sonne nicht mehr so stark vom Himmel knallt. Spätestens, wenn man nur noch ein Feuerrad wahrnimmt, ist es an der Zeit, sich im Schatten auszuruhen.

Weitere Infos über das Santuário de Fátima

Sören Peters

Rosenkränze an einem der vielen Souvenirshops. (Foto: Sören Peters)

Rosenkränze an einem der vielen Souvenirshops. (Foto: Sören Peters)

Altarraum der Basilica Antiga. (Foto: Sören Peters)

Altarraum der Basilica Antiga. (Foto: Sören Peters)

Blick auf die Basilica Antiga (l.) und Krippe am großen Platz. (Fotos: Sören Peters)

Blick auf die Basilica Antiga (l.) und Krippe am großen Platz. (Fotos: Sören Peters)

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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