Drei Ausflüge ab Lissabon

18. September 2013

Portugal

Beliebtes Ausflugsziel ab Lissabon: Sintra. Die Kulturlandschaft gehört seit 1995 zum Weltkulturerbe. Über der Stadt thront das Castelo dos Mouros. (Foto: spe)

Beliebtes Ausflugsziel ab Lissabon: Sintra. Die Kulturlandschaft gehört seit 1995 zum Weltkulturerbe. Über der Stadt thront das Castelo dos Mouros. (Foto: Sören Peters)

Zum dritten Mal in fünf Jahren wurde Lissabon mit dem World Travel Award für die beste Städte-Kurztrip-Destination ausgezeichnet. Zurecht. Die portugiesische Hauptstadt profitiert von ihrer reichen Geschichte und von der beeindruckenden Architektur – hier anschauen! Doch auch das Umland hat einiges zu bieten. Drei Ideen für Ausflüge ins Umland.

Forte de São Julião da Barra am Strand von Carcavelos. Premierminister Pedro Passos Coelho empfing hier sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: spe)

Forte de São Julião da Barra am schönen Strand von Carcavelos. Premierminister Pedro Passos Coelho empfing hier sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: Sören Peters)

Einen Tag am Strand gefällig? Der einzige Nachteil, den Lissabon gegenüber Barcelona hat, ist wohl der, dass es in der Stadt keinen richtigen Strand gibt. Also ab in die Bahn (Richtung Cascais) und raus nach Carcavelos. Nicht einmal 20 Minuten braucht der Zug ab Cais do Sodré bis in den ruhigen Vorort kurz hinter der Tejo-Mündung in den Atlantik. Von Bahnhof sind es dann noch einmal zehn Minuten zu Fuß bis zum Sandstrand.

Blick auf Cascais. (Foto: spe)

Blick auf Cascais. (Foto: Sören Peters)

Wer es ein wenig malerischer mag, ist in Cascais gut aufgehoben. In der malerischen Altstadt gibt es mehrere (recht teure) Restaurants, doch dafür kann man davon ausgehen, dass der Fisch frisch ist. Seit den 1930er Jahren wurde Cascais zusammen mit Estoril zum Sammelpunkt der portugiesischen Oberschicht. Dass die Menschen hier – seien es Besucher oder Einheimische – nicht gerade am Hungertuch nagen, davon zeugen der Yachthafen mit 600 Liegeplätzen und die hohe Dichte an schicken Autos. Ein Bummel durch das pittoreske Stadtzentrum von „Kasch-Kaisch“ lohnt sich aber allemal. Zu erreichen ist die Stadt an der Atlantikküste ebenfalls mit der Bahn ab Cais do Sodré in einer halben Stunde.

Der Paácio Nacional in Sintra mit seinen charakteristischen Spitzkaminen. (Foto: spe)

Der Palácio Nacional de Sintra mit seinen charakteristischen Spitzkaminen. (Foto: Sören Peters)

Die Kulturlandschaft von Sintra mit ihren jahrhundertealten Palästen gehört seit 1995 zum Weltkulturerbe der Unesco und lockt Besucher aus aller Herren Länder an. In Lissabon selbst wird man mit Angeboten regelrecht zugeschüttet, günstiger ist aber in jedem Fall die Anreise mit dem Zug. Knapp 40 Minuten dauert die Fahrt vom Rossio-Bahnhof im Stadtzentrum. Eine weitere Verbindung besteht ab Oriente (knapp 50 Minuten). Der Ostbahnhof ist über die gleichnamige U-Bahn-Station an den Nahverkehr angebunden.

Sintra selbst ist tagsüber recht überlaufen. Die beste Möglichkeit, die Stadt und die Gegend kennenzulernen, ist eine Fahrt mit dem Bus. Die Linie 434 etwa dreht ab der Innenstadt eine Runde am Palácio Nacional da Pena und am Castelo dos Mouros vorbei. Zudem sind Hop-On-Hop-Off-Busse und Pferdekutschen unterwegs. Zur Geschichte: Bereits im 11. Jahrhundert erwähnte ein arabischer Geograf die Stadt in seinen Aufzeichnungen. Zu diesem Zeitpunkt existierte das Castelo dos Mouros bereits. Die Stadtrechte bekam Sintra 1154 verliehen. Der Ort atmet Geschichte.

Küstenlandschaft in der Nähe von Guincho, auf dem Weg von Cascais nach Sintra. (Foto: spe)

Küstenlandschaft in der Nähe von Guincho, auf dem Weg von Cascais nach Sintra. (Foto: Sören Peters)

Rundfahrt Wer an einem Tag möglichst viel sehen möchte, sollte einen Mietwagen in Betracht ziehen. Eine schöne Route ist die N6: Über Belém geht es raus aus Lissabon und immer an der Küste entlang bis nach Cascais. Nach einem kleinen Stadtbummel und dem Mittagessen der N247 folgen. Entweder steuert man direkt Sintra an, oder man unternimmt einen Abstecher zum Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt auf dem europäischen Festland. Von Sintra aus über die N249 und N6-7 nach Carcavelos, wo man den Tag am Strand ausklingen lässt.

Autofahren in Sintra Die Stadt ist in der Hochsaison so voll, dass mitunter die Polizei den Verkehr regelt. Die steilen und zum Teil ruckeligen Straßen zum Palácio da Pena sind eine Herausforderung. An der Zufahrtsstraße Volta Duche gibt es Parkplätze. Den Wagen am besten dort abstellen und fünf bis zehn Minuten zu Fuß ins Zentrum laufen. Von dort aus den Bus nehmen. Und: Die Politessen sind flink! Ein Glück, dass der Strafzettel genauso teuer ist wie der Tagestarif: zwei Euro.

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Sören Peters

Palácio Nacional da Pena in, bzw. über Sintra. (Foto: spe)

Palácio Nacional da Pena in, bzw. über Sintra. (Foto: Sören Peters)

Castelo dos Mouros, vom Palácio Nacional aus gesehen. (Foto: spe)

Castelo dos Mouros, vom Palácio Nacional aus gesehen. (Foto: Sören Peters)

Portwein-Laden in Sintra. (Foto: spe)

Portwein-Laden in Sintra. (Foto: Sören Peters)

Eindrücke aus Sintra. (Foto: spe)

Eindrücke aus Sintra. (Foto: Sören Peters)

Torbögen an der Volta Duche. (Foto: spe)

Torbögen an der Volta Duche. (Foto: Sören Peters)

Von den Bergen geht's ans Meer: Yachthafen in Cascais. (Foto: spe)

Von den Bergen geht’s ans Meer: Yachthafen in Cascais. (Foto: Sören Peters)

Cascais: Restaurants in der Altstadt. (Foto: spe)

Cascais: Restaurants in der Altstadt. (Foto: Sören Peters)

Statue vom Dom Pedro I. (Foto: spe)

Statue vom Dom Pedro I. (Foto: Sören Peters)

Fischerboote vor Cascais. Im Hintergrund zeichnet sich Estoril ab. (Foto: spe)

Fischerboote vor Cascais. Im Hintergrund zeichnet sich Estoril ab. (Foto: Sören Peters)

Erfrischung am kleinen Stadtstrand. (Foto: spe)

Erfrischung am kleinen Stadtstrand. (Foto: Sören Peters)

Tagesausklang am Strand vom Carcavelos. (Foto: spe)

Tagesausklang am Strand vom Carcavelos. (Foto: Sören Peters)

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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