Der steinige Weg von Köln nach Lissabon

9. September 2013

Portugal

Boarding Time! Der Weg zum Gate glich jedoch einem Hindernislauf. (Foto: Sören Peters)

Boarding Time! Der Weg zum Gate glich jedoch einem Hindernislauf. (Foto: Sören Peters)

Zug zum Flug verspätet, Gepäckbänder kaputt, mit Schweißperlen auf der Stirn am Gate ankommen, zwei Landungen – es gibt zweifellos entspanntere Wege, um in den Urlaub zu starten. Doch am Ende wurde alles gut. Vier Stressfaktoren und ein Glücksfall.

Stressfaktor 1 Am Kölner Hbf hätten wir auf unser Bauchgefühl hören sollen, bzw. ich lieber auf meine Freundin. Der AIRail-Wagen hält wirklich immer im Abschnitt A. Immer! Auch wenn die Bahn anzeigt, dass sich der Bereich irgendwo in der Mitte des Zuges befinden würde, so sollte man das doch lieber ignorieren. Hätte uns eine Menge Schweiß erspart.

Stressfaktor 2 Rund 90 Minuten zum Umsteigen und Baggage-Drop-Off am Frankfurter Flughafen sollten eigentlich reichen – zumindest planmäßig. Wenn daraus aber verspätungsbedingt 75 Minuten werden, wird’s schon etwas enger. Also ab zum AIRail-Schalter, dann sind die Koffer immerhin schon weg…denkste! „Oh, hier ist es im Moment recht voll. Gehen Sie mal in die Schalterhalle. Das geht schneller“, riet uns die Dame am Eingang zum Check-In. Warum Sie vorher aber erst einmal unsere Bordkarten studieren musste, bleibt wohl ihr Geheimnis…

Stressfaktor 3 In der Schalterhalle reihten wir uns also in die noch längere Schlange ein. Den Grund dafür erfuhren wir dann wiederum knapp 15 Minuten später: Gepäckbänder kaputt! Immerhin durften die unter Zeitdruck stehenden Passagiere dann zum Business-Class-Check-In. An ein paar Leuten vorbeigedrängelt, Koffer abgegeben und über den Fast Track durch den Sicherheits-Check zum Gate. So knapp vor Abflug war es noch nie.

Ein Airbus A321 der Lufthansa bei der Landung. (Foto: PR Lufthansa/Bildarchiv/Ingrid Friedl)

Ein Airbus A321 der Lufthansa bei der Landung. (Foto: PR Lufthansa/Bildarchiv/Ingrid Friedl)

Stressfaktor 4 Die zweieinhalb Stunden Flugzeit vergingen recht flott, der Anflug auf Lissabon aber hatte es in sich. Zwar hatten wir einen schönen Blick über die gesamte Stadt und die drei großen Fußball-Stadien (Benfica, Sporting, Belenenses), doch unmittelbar vor der Landung wurde die Maschine von einer so heftigen Windböe durchgeschüttelt, dass die Cockpit-Crew sich dazu entschied, aus Sicherheitsgründen den Anflug abzubrechen und durchzustarten. Respekt und Anerkennung dafür! Zum Glück waren wir mit der Lufthansa unterwegs. Wer weiß, ob Ryanair für eine Ehrenrunde noch genügend Kerosin an Board gehabt hätte.

Lissabon: Alles wird gut Der zweite Anflug war zwar auch recht wackelig, doch nach dem harten Aufsetzen hatten wir immerhin portugiesischen Boden unter den Füßen und die Schwitzehändchen meiner Freundin waren schnell wieder trocken. In Lissabon selbst wendete sich alles zum Guten. Als Mietwagen gab es einen Seat Ibiza TDI – Diesel ist 22 Cent günstiger als Super – und nach knapp drei Stunden Fahrt erreichten wir unser Endziel in Videmonte. Endlich Urlaub!

Sören Peters

Update (1. September 2015): Ich habe meine Scheu vor Ryanair inzwischen abgelegt.

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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