London auf’s Dach gestiegen: Drei Bars mit Aussicht

1. August 2013

London

Blick von den Roof Gardens über London: In der Mitte die Royal Albert Hall, dahinter das London Eye. (Foto: spe)

Blick von den Roof Gardens über London: In der Mitte die Royal Albert Hall, links dahinter das London Eye. (Foto: spe)

Ich gebe zu: Ich stehe auf Kackwetter. Zumindest in London. Ich mag es, wenn sich der feine Sprühregen überall festpappt und die Leuchtreklame sich zu späterer Stunde auf dem Asphalt spiegelt. London in grau, das bestätigt Klischees. Das passt.

Nur ist das Wetter in der britischen Hauptstadt viel besser als sein Ruf (über das Jahr verteilt regnet es weniger als in Rom), und neben stickigen U-Bahn-Stationen und verschwitzten Mitreisenden hat der Sommer ja auch seine schönen Seiten, etwa ein Picknick mit Dosenbier auf dem Soho Square, Chillen in den verschiedenen Parks oder ein Pint auf dem Tattershall and Castle, ein Boot-Pub am Victoria Embankment – ursprünglich eine Galerie, inzwischen aber in ein krisensicheres Gewerbe umgewandelt. Doch viel stylischer sind die Dachgärten, die neben einem kühlen Drink auch eine fantastische Aussicht bieten. Zum Beispiel die Radio Rooftop Bar im ME London, einem Hotel der Melia-Gruppe am Aldwych-Bogen.

Die Radio Rooftop Bar auf dem ME London. (Foto: Melia/PR)

Die Radio Rooftop Bar auf dem ME London am Aldwych-Bogen. (Foto: Melia/PR)

Bei einem Cocktail und Tapas genießt man den Blick auf das Südufer mit The Shard und dem Oxo-Tower. Nebenan ist die City zu sehen, auf der anderen Seite Big Ben.  So exklusiv wie die Location sind aber auch die Gäste. Ein Türsteher mit Klemmbrett platziert die Leute an ihrem Tisch, untermalt wird das Szenario musikalisch von einem DJ. Das „Time Out“-Magazin bescheinigt dem Laden als Publikum eine Mischung aus langbeinigen Models und gut gebräunten Typen, die für Skiurlaub werben könnten. Davon sollte man sich jedoch nicht abschrecken lassen. Dieses Publikum gibt es auch andernorts in London, dennoch sollte man nicht unbedingt in Shorts und Flip-Flops dort auftauchen. (336-337 The Strand, Tube: Temple, oder zu Fuß ab Covent Garden)

Die Boundary Rooftop Bar im Osten Londons. (Foto: Steve CX via flickr.com)

Die Boundary Rooftop Bar im Osten Londons. (Foto: Steve CX via flickr.com)

Herrlich entspannt geht es im Gegensatz dazu im angesagten Londoner Osten zu. Die Boundary Rooftop Bar hat neben kalten und warmen Getränken und feste Nahrungsmittel im Programm. Das Publikum ist weitaus legerer gekleidet als auf dem Radio Rooftop. Dank einer Pergola kann man hier auch bei Regen an der frischen Luft sitzen. Der Ausblick ist zwar nicht so spektakulär, macht durch die Kulisse der St.-Leonard-Church aber dennoch was her. Hin kommt man mit der Tube bis zur Station Old Street und einem kleinen Fußmarsch oder mit der Rail/Overground bis Shoreditch High Street. (2-4 Boundary St., Zugang jedoch über die Redchurch Street) Homepage

Die Roof Gardens in Kensington bilden einen angenehm ruhigen Kontrapunkt zum Trubel auf der High Street unter einem. (Foto: spe)

Die Roof Gardens in Kensington bilden einen angenehm ruhigen Kontrapunkt zum Trubel auf der High Street unter einem. (Foto: spe)

Einen bezaubernden Kontrast zum Stadtleben unter einem halten die Roof Gardens in Kensington bereit. Auf dem Dach des unscheinbaren Hauses in einer Nebenstraße der Kensington High Street ist eine wahrlich grüne Lunge entstanden mit Teichen und einem Flamingo-Becken! Bill und Ben heißen die gefierten Bewohner, teilt der Betreiber Virgin mit. Richtig, das Virgin von Milliardär Sir Richard Branson. In der Ferne sieht man das London Eye, davor die Royal Albert Hall (siehe Foto oben). Um das Wort „Geheimtipp“ sei an dieser Stelle ein großer Bogen gemacht, dennoch steht diese Location nicht unbedingt im Reiseführer. Zu der Gartenlandschaft gehören eine Bar, ein Restaurant und ein Club, alles recht exklusiv. Vor dem Besuch lohnt es sich, kurz anzurufen, ob der Garten geöffnet ist. Wenn man Glück hat, kann man den Dachgarten kostenlos besichtigen. (99 Kensington High Street, Tube: High Street Kensington) Homepage

Ein Flamingo, mitten auf einem Dach in London. (Foto: spe)

Ein Flamingo, auf einem Dach in London. (Foto: spe)

Weitere Dachbars in London

Sören Peters

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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