Barcelona wehrt sich gegen den Kollaps

12. Juni 2013

Barcelona

Menschenmassen schieben sich über die Ramblas. (Foto: Sergi Larripa/CC)

Menschenmassen schieben sich über die Ramblas. (Foto: Sergi Larripa/CC)

Die katalanische Hauptstadt leidet unter ihrer eigenen Beliebtheit. Vor allem in den Sommermonaten schieben sich die Touristenströme durch die Straßen und bringen das alltägliche Leben der Einwohner durcheinander. Das Unternehmen Barcelona Digital will nun helfen, die Besuchermassen abzumildern und zu lenken. Dazu beitragen soll mobile Technologie.

Wie Entwicklungschef Joan Mas ankündigte, wolle sein Unternehmen die Touristenströme „überwachen“ und alternative Routen vorzuschlagen. Zunächst wolle man feststellen, wann und zu welchen Uhrzeiten der Andrang am größten ist. Danach will Barcelona Digital herausfinden, welche Wege und Gewohnheiten die Touristen haben, um sich durch BCN zu bewegen. Die Daten sollen dann in Echtzeit ausgewertet werden, um den Verkehr aufzulockern. Ob das Projekt Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten: Denn welcher Besucher nimmt statt über die Rambla zu gehen, eine Seitenstraße? Und wie will man den Fußgänger-Verkehr in den schmalen Gassen des Barri Gòtic regeln?

Am Vormittag beginnt der große Ansturm im Parc Güell. In der Hitze steigen sich die Besucher gegenseitig auf die Füße. (Foto: Rapomon/CC)

Am Vormittag beginnt der große Ansturm im Parc Güell. In der Hitze steigen sich die Besucher gegenseitig auf die Füße. (Foto: Rapomon/CC)

Dass neue Regelungen aber notwendig sind, zeigt der Protest von Anwohnern in der Altstadt Barcelonas. Auslöser ist ein neuer Flächennutzungsplan, den die Stadtverwaltung kürzlich vorgestellt hatte. „Ein Viertel mit 104.000 Bewohnern verträgt keine neun Millionen Touristen“, wird Sprecherin Maria Mas in der Tageszeitung El Periódico de Catalunya zitiert. In ihren Augen ist die Stadt nicht mehr in der Hand der Politiker, sondern in der Lobby des Hotelgewerbes.

A propos Touristenströme: Rundgang durch die Stadt 

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Sören Peters

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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