Vom Bauernsohn zum Millionär: 100 Jahre Woolworth Building

24. April 2013

New York

Das 241 Meter hohe Woolworth Building in Lower Manhattan, vom Municipal Building aus gesehen. (Foto: Durandal 85/Creative Commons)

Das 241 Meter hohe Woolworth Building in Lower Manhattan, vom Municipal Building aus gesehen. (Foto: Durandal 85/Creative Commons)

Es ist eine dieser Geschichten, die sinnbildlich für den amerikanischen Traum stehen. Eine dieser Geschichten, die New York zu jener magischen Stadt machen, in der jedermann seinen Traum verwirklichen kann. Ein Bauer gründet ein Weltunternehmen.

1879 war es, als sich der Sohn eines Kartoffelbauern 300 Dollar Startkapital lieh, um in Utica im Bundesstaat New York einen Fünf-Cent-Laden zu eröffnen. Nach nur wenigen Wochen wurde ihm jedoch klar, dass dieses Modell keinen Erfolg haben würde. Daraufhin startete Franklin Winfield Woolworth, so der Name des Bauernsohnes, einen zweiten Versuch: Bei der Eröffnung eines zweiten Ladens in Pennsylvania nahmen er und sein Bruder Charles auch Zehn-Cent-Produkte ins Sortiment auf und landeten einen Erfolg („Five-and-Dime-Stores“). Begünstigt wurde dieser durch die Einwanderungswellen in die USA. Bis 1904 schossen 76 Warenhäuser in zehn Bundesstaaten aus dem Boden.

Als Firmenzentrale errichtete Franklin Winfield Woolworth das nach ihm benannte Woolworth Building in Lower Manhattan. Die Baukosten in Höhe von 13,5 Millionen Dollar legte Woolworth in bar auf den Tisch. Am Tag seiner Eröffnung, heute vor hundert Jahren, am 24. April 1913, war der 241 Meter hohe Wolkenkratzer das höchste Gebäude der Welt. Erst 1930 wurde es abgelöst vom Bank of Manhattan Company Buildung (283 Meter, seit 1996 auch Trump Building genannt).

Woolworth erlebte das nicht mehr. Er starb 1919, leitete sein Unternehmen jedoch bis zum Tod. Zu diesem Zeitpunkt betrug sein Vermögen rund 65 Millionen Dollar. Zur Woolworth-Kette zählten weltweit mehr als 1.000 Filialen. Geschichte der F.W. Woolworth Company

(spe)

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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