Chatuchak: Markt der Superlative

9. April 2013

Asien, Thailand

Dann doch lieber auf den Chatuchak-Weekend-Market. Mehr als 10.000 Stände locken samstags und sonntags jeweils um die 250.000 Besucher an. Vom Souvenir-Shirt bis zum Haustier gibt es dort (fast) alles. (Foto: spe)

Der Chatuchak-Weekend-Market gilt als größter Markt der Welt. Rund 15.000 Stände locken samstags und sonntags die Massen. Vom Souvenir-Shirt bis zum Haustier gibt es (fast) alles. (Foto: Sören Peters)

Drückende Hitze, die Luft steht. Das T-Shirt saugt sich allmählich mit Schweiß voll. Ein Besuch auf dem Chatuchak-Weekend-Market in Bangkok kann einem schon etwas abverlangen, gehört aber zum Shopping-Erlebnis in der thailändischen Metropole einfach dazu.

Clocktower als Orientierungshilfe? Vergiss es! (Foto: Sören Peters)

Clocktower als Orientierungshilfe? Vergiss es! (Foto: Sören Peters)

Rund 15.000 Verkaufsstände (sic!) locken die Besuchermassen samstags und sonntags in den Norden der Stadt (Skytrain: Mo Chit / U-Bahn: Chatuchak Park – Nahverkehrsplan). Zwischen 200.000 und 300.000 Menschen verteilen sich dann auf dem riesigen Areal. Der Markt ist so groß, dass man schon eine Karte braucht, um sich zwischen Klamotten, Möbeln, Haustieren und Pflanzen zu orientieren. Der Markt gilt völlig zu Recht als größter seiner Art. Hilfreich ist hier, der relativ breiten „Rundstraße“ zu folgen und von dort aus gezielte Abstecher ins Innere des Marktes zu unternehmen. Zwar wird der Clock Tower in der Mitte des Marktes gerne als Orientierungshilfe genannt, allerdings ist der zwischen den ganzen Ständen nie zu sehen.

Das kulinarische Angebot auf dem Chatuchak.Markt reicht vom traditionellen Thai-Essen bis zum gegrillten Steak. (Foto: spe)

Das kulinarische Angebot auf dem Chatuchak.Markt reicht vom traditionellen Thai-Essen bis zum gegrillten Steak. (Foto: Sören Peters)

Tipps und Tricks Beim Einkaufen gilt: Feilschen – aber auf die charmante Tour! Die von den Händlern genannten Preise entspringen einer blühenden Fantasie und lassen sich um 30 bis 50 Prozent drücken. Allerdings sollten auch beide Seiten Spaß am Handeln haben. Wir Europäer befinden uns in der glücklichen Situation, nicht um die letzten 20 Baht feilschen zu müssen, schließlich wollen wir dem Händler doch nicht als Gammeltouri in Erinnerung bleiben, oder? Und: Auch wenn Converse All Stars oder Louis-Vuitton-Portemoinnaies für umgerechnet 20 Euro auf den ersten Blick ein Schnapper sind, sollte man sich doch nach der Echtheit der Produkte fragen.

Im Innenbereich des Marktes. (Foto: Sören Peters)

Im Innenbereich des Marktes. (Foto: Sören Peters)

Weitere Tipps: 1. Schon am Freitagabend kommen, dann haben viele Stände bereits offen und es ist weitaus ruhiger. 2. Vor dem Kauf von Souvenir-Shirts die Preise an den vielen Straßenständen in der Stadt checken und vergleichen (die Unterschiede sind jedoch marginal). 3. Unbedingt das Essen probieren! Vom Steak bis zum Thai-Hähnchen-Spieß kann man alles bedenkenlos essen.

Hier gibt es (fast) alles: Selbst Gasmasken zeigt dieser Army-Shop in der Auslage. (Foto: spe)

Hier gibt es (fast) alles: Selbst Gasmasken zeigt dieser Army-Shop in der Auslage. (Foto: Sören Peters)

Geschichte Die Entstehung des Marktes geht zurück auf den früheren thailändischen Premierminister mit dem klangvollen Namen Plaek Phibulsongkhram, der in jeder Stadt des Landes einen Flohmarkt ansiedeln wollte. 1948 wurde daraufhin der erste Wochenendmarkt in Sanam Luang eröffnet, einer Freifläche im historischen Zentrum Bangkoks. Zu Beginn der 1980er Jahre sollte daraus jedoch ein Park für die Bürger entstehen. Zudem stand die 200-Jahr-Feier der Rattanakosin-Ära an, wofür das Areal benötigt wurde. So siedelte die Verwaltung den Markt kurzerhand in den Norden der Stadt um.

Bunter ist dieser Stand mit bunten (Kunst-)Blumengestecken - auch wenn die Verkäuferin erstmal mit Telefonieren beschäftigt ist. (Foto: spe)

Bunter ist dieser Stand mit (Kunst-)Blumengestecken – auch wenn die Verkäuferin erstmal mit Telefonieren beschäftigt ist. (Foto: Sören Peters)

Kurios Wer shoppingtechnisch über die Stränge schlägt und sich ein neues Sofa oder ein sperriges Fahrrad gönnt – gleich auf dem Marktareal gibt es Niederlassungen von Logistikunternehmen wie UPS oder DHL. So kann man die neueste Errungenschaft gleich nach Hause schicken.

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Sören Peters

Rush Hour am Sonntagnachmittag. (Foto: Sören Peters)

Rush Hour am Sonntagnachmittag. (Foto: Sören Peters)

Schon der Weg vom Skytrain zum Marktgelände ist wuseliger als der "JJ Market" an sich. (Foto: Sören Peters)

Der Weg vom Skytrain zum Marktgelände ist wuseliger als der „JJ Market“ an sich. (Foto: Sören Peters)

This is Bangkok! (Foto: Sören Peters)

This is Bangkok! (Foto: Sören Peters)

Wer genug hat vom Gewusel, kann es sich im benachbarten Chatuchak Park gemütlich machen. (Foto: Sören Peters)

Wer genug hat vom Gewusel, kann es sich im benachbarten Chatuchak Park gemütlich machen. (Foto: Sören Peters)

 

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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PAUSE!

Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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