Barcelona: Die Rückkehr des M

7. Dezember 2012

Barcelona

Blick in die Moritz-Bar an der Ronda Sant Antoni. Im Hintergrund sind die Braukessel zu sehen. (Foto und Montage: spe)

Blick in die Moritz-Bar an der Ronda Sant Antoni. Im Hintergrund sind die Braukessel zu sehen. (Foto und Montage: spe)

Eine Institution ist zurück an ihrem Platz: Die Moritz-Brauerei ist an die Ronda Sant Antoni 39 zurückgekehrt. In einer modern eingerichteten Bar können Besucher den Brauern über die Schulter schauen und das traditionsreiche Bier gleich probieren.

Der Name Moritz klingt nicht gerade katalanisch, ist jedoch eng mit Barcelona verbunden. Die Geschichte der Brauerei geht zurück auf Louis Moritz Trautmann, der Mitte des 19. Jahrhunderts als 20-Jähriger in das wirtschaftlich aufblühende Barcelona kam und 1856 Direktor einer kleinen Brauerei im Raval-Viertel wurde. In den folgenden Jahren kaufte Trautmann weitere Brauereien hinzu, eine von ihnen im Haus Nummer 39 an der Ronda Sant Antoni.

Patatas Bravas und ein Bier. (Foto: spe)

Patatas Bravas und ein Bier. (Foto: spe)

Als die erste industrielle Brauerei machte sich Moritz schnell einen Namen. Schon bei der Weltausstellung 1888 in Barcelona wurde sein Bier mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Nach dem Tod Trautmanns erweiterten seine Nachkommen den Betrieb und verdreifachten den Absatz. Die Ölkrise und der damit zusammenhängende wirtschaftliche Kollaps bedeuteten das Ende der Brauerei. 1978 war der Betrieb nicht mehr zu erhalten.

Die fünfte und sechste Generation der Trautmanns hauchte der Moritz-Brauerei neues Leben ein. 2004 lief die Produktion wieder an. Die für den Vertrieb bestimmten Mengen werden in Zaragoza gebraut. Die jüngst eröffnete Hausbrauerei an der Ronda Sant Antoni 39 ist eher für repräsentative Zwecke bestimmt. Ein Besuch lohnt sich allemal. Anfahrt bis Metrostation Universitat, von dort aus zwei Minuten Fußweg. Weitere Tipps zum Essen und Trinken in Barcelona.

Weitere Infos zur Geschichte / Offizielle Webseite

Sören Peters

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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