Bis der erste platzt: Bummel über Barcelonas Märkte

7. November 2012

Barcelona

Frisches Obst auf dem Mercat de La Boqueria. (Foto: spe)

Obststand auf dem Mercat de la Boqueria. (Foto: spe)

Bewohner der iberischen Halbinsel pflegen ein ganz besonderes Verhältnis zum Essen: Abhängig davon, ob man bereits gefrühstückt, zu Mittag oder zu Abend gegessen hat, begrüßt man seinen gegenüber mit „Buenas días, tardes oder noches“ – ja, auch zur Begrüßung kann man „Gute Nacht“ sagen. Und da das Abendessen ohnehin erst um 22 Uhr auf dem Tisch steht, ist das auch nicht verwunderlich.

Noch weniger wundert es, dass die Tourismusagentur von Barcelona dem vielfältigen Angebot an Märkten und Spezialitätengeschäften Rechnung trägt und eigene Gourmet Walking Tours anbietet.  Von der Plaça de Catalunya geht es die Rambles runter zum Mercat de la Boqueria, von dort aus weiter durch Patisserien und Xocolaterias im Barri Gòtic bis zum Mercat de Santa Caterina in La Ribera. Rund zwei Stunden dauert der geführte Rundgang. Die genaue Route ist hier auf einer Karte nachzulesen.

Marktbesucher zwischen Wurst und Schinken. (Foto: spe)

Marktbesucher zwischen Wurst und luftgetrocknetem Schinken. (Foto: spe)

Doch auch ohne Guide lohnt sich ein Besuch auf dem Mercat de la Boqueria. Vor allem die frisch gepressten Fruchtsäfte für etwa zwei Euro und die gemischten Obstsalate sind nicht nur an heißen Tagen eine echte Erfrischung. Wer beim Anblick luftgetrockneter Schinken größeren Hunger bekommt, kann es sich an einer der Bars im hinteren Bereich auf einem Hocker mehr oder weniger bequem machen und die Tapas testen. Nicht umsonst wurde das Herzstück der Rambles 2006 zum besten Markt der Welt gewählt.

Die Geschichte der Markthallen lässt sich bis ins Jahr 1217 zurückverfolgen. Damals wurden Tische in der Nähe des Boqueria-Stadttores aufgestellt, auf denen Fleischwaren verkauft wurden. Seit 1470 wurde jeweils im Dezember an gleicher Stelle der Schweinemarkt abgehalten.

Insgesamt 40 Lebensmittelmärkte verteilen sich über ganz Barcelona, eine Übersicht gibt es hier. Einen Satz sollte man sich daher gut einprägen: Wenn man wirklich bis zum Bersten voll ist, kann ein „No puedo más“ oder auf Katalanisch „No puc més“ der Rettungsanker sein.

Mehr über Essen und Trinken in Barcelona: hier!

Sören Peters

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Über Sören Peters

Jahrgang 1984. Ruhrgebietler, Köln-Immi. Hauptberuflich Redakteur, nebenbei Reiseleiter in London. Verliebt in Thailand und Südostasien. Verheiratet mit einer Portugiesin. Stolzer Papa. Gerne unterwegs, gerne zuhause.

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Liebe Leser, liev Fründe, seit einigen Wochen hat sich ja hier nichts mehr getan auf der Seite. Mit guten Gründen. Wir sind aus der Stadt in unser Eigenheim gezogen. Statt Artikel zu schreiben stand erstmal das Verlegen von Laminat und das Zusammenbauen von Ikea-Möbeln im Vordergrund. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun in meinem neuen Lebensabschnitt. Nicht nur privat, sondern auch beruflich bin ich stärker eingebunden als noch vor ein paar Monaten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Blog erst einmal auf Eis zu legen und mich nur noch um flickr und Instagram zu kümmern. Ich verzichte bewusst auf die Formulierung, dass ich "schweren Herzens" in die Blogpause wechsel, da ich nichts, was ich zugunsten meiner Familie entscheide, schweren, sondern leichten Herzens tue. Und wo eine Pausetaste ist, gibt's bestimmt auch irgendwo einen Resetknopf. Bleibt mir gewogen.

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